Schlagwort: Oberteil häkeln

  • Warum ich das Häkeln liebe

    Lesedauer 5 Minuten
    „Eine lächelnde Person in einem blauen Häkel-Top hält Häkelnadeln. Daneben steht der Text ‚Mein Weg zur Häkeldesignerin‘ auf einem sanft violetten Hintergrund.

    Einführung: Warum ich häkle – und warum ich nicht mehr damit aufhören kann

    Wenn ich heute an alle meine selbstgehäkelten Pullover denke, dann wirkt es fast, als hätte es schon immer so sein sollen.
    Als wäre Häkeln einfach „mein Ding“.

    Nur… war nicht immer so.

    Meine Liebe zum Häkeln war keine dieser filmreifen „Liebe auf den ersten Blick“-Geschichten. Eher eine auf-den-zweiten-Blick-und-mit-einigen-Umwegen-Geschichte. So eine Art Liebesgeschichte, bei der man im Rückblick schmunzeln muss, weil der Anfang… nun ja … sagen wir einfach „experimentell“ war.

    Genau das möchte ich erzählen: Warum ich so verrückt nach dem Häkeln bin, wie mich dieses Handwerk durch Schwangerschaft, Babychaos und kleine Pannen begleitet hat und wie daraus irgendwann – fast heimlich – maßgeschneiderte (besser maßgehäkelt 🤣) Häkelpullover für Frauen entstanden sind.


    Wie alles begann: Zwischen Berufsverbot und Babybauch

    Als ich mit meiner Tochter schwanger war, arbeitete ich als Laborantin – bis mir wegen der Chemikalien ein Berufsverbot erteilt wurde. Chemikalien und Babybäuche passen einfach nicht zusammen.

    Plötzlich hatte ich Zeit. Viel Zeit. Eine Art unfreiwillige Pause, in der man erst nicht weiß, wohin mit sich.

    Und genau da passierte es.
    Ich griff zur Häkelnadel.

    Zum ersten Mal nicht „einfach nur mal so“ wie früher an kranken Tagen, als ich irgendwo im Internet grausige Anleitungen fand und nicht verstand, warum Stäbchen und halbe Stäbchen nicht das gleiche sind🤷🏻‍♀️.
    Sondern diesmal richtig.

    Mit Buch.
    Mit System.
    Mit ehrlichem Willen, es zu lernen.

    Und ich sog alles auf wie ein Schwamm.

    Das einzige Chaos, das mich in dieser Zeit begleitete, war das Gefühlschaos – und das Babychaos im Bauch. Aber das Häkeln? Das war mein Anker. Mein ruhiges „Ich mache jetzt etwas für mich“.


    Mein erster Pullover – und die Wahrheit über Baumwolle

    Natürlich war eines meiner ersten Projekte ein Pullover für meine Tochter.

    Ich war stolz wie ein Kind, das zum ersten Mal Fahrrad fährt.

    Nur leider… nahm ich viel zu dicke Baumwolle.

    Der Pullover wirkte steif, nicht so weich wie erhofft.
    Aber an Kleinkindern sieht irgendwie alles süß aus, also habe ich ihn gefeiert wie ein kleines Meisterwerk.

    Ein Kleinkind in einem gestreiften Pullover und blauen Hosen zeigt neugierig in einem gemütlichen Raum mit Holzboden, neben dem eine große Tasche mit Kürbis-Motiv steht.
    Das ist bisher das einzige Bild, was ich von meinem ersten Häkelpullover gefunden habe. Vielleicht finde ich noch eins in besserer Qualität ☺️

    In der zweiten Schwangerschaft häkelte ich das Pullover- Modell nochmal für meine beiden Kinder- diesmal mit dünnerer Baumwolle.
    Und da kam er: mein erster Aha-Moment.

    Zwei Kinder liegen auf einer roten Fläche. Das Baby in buntem Schlafanzug und das ältere Kind in gelben Latzhosen, beide in gestreiften Pullovern, halten sich an den Händen und schauen sich liebevoll an.
    Sind sie nicht niedlich – die Zwei?!!💕

    Die Wahl der Wolle ist wichtig. Nicht kompliziert, nicht übertrieben – einfach unverzichtbar.

    Ich begriff zum ersten Mal, dass Faserart und Dicke der Wolle nicht nur Worte in einem Buch sind, sondern entscheidend dafür, ob ein Oberteil am Ende tragbar ist.


    Zwei Cardigans, zwei Fehler – und zwei wichtige Erkenntnisse

    Während ich schwanger mit meinem Sohn war, wollte ich endlich auch mal etwas für mich häkeln.

    Fehler Nummer 1: Ich nahm super dünne Wolle.
    Fehler Nummer 2: Ich häkelte stur nach Größe M. (Weil ich im Laden ja auch M kaufe…)

    Das Ergebnis?

    Bei meiner ersten Jacke zog sich das Projekt ewig hin, was an der extrem dünnen Wolle lag. Beim Häkeln merkte ich außerdem, dass die Ärmelnaht von der Achsel bis zum Bündchen komplett zusammen genäht werden musste. Heute weiß ich, wie das auch nahtlos funktioniert.

    Am Ende des Jacken- Projektes stellte ich zudem fest, dass meine Jacke viel zu viel Stoff unter den Achseln hatte, wodurch sie beim Tragen unförmig aussieht.

    Eine Person trägt eine leuchtend rote, mehrfarbige Strickjacke mit Knopfleiste und schwarze Hosen. Die Szene spielt sich drinnen ab, mit neutralen Wänden und hellen Holzmöbeln.
    Meine erste Häkeljacke: Unperfekt, aber ich lieb sie trotzdem ☺️

    Die zweite Jacke war dagegen schon nach drei Monaten fertig. Sie entstand sogar vor der ersten, denn diesmal hatte ich die bessere, anfängerfreundlichere Wahl getroffen: dickere Wolle. Das Ergebnis war gemischt – im Brustbereich passte sie, doch über dem Bauch spannte sie, und an den Schultern saß er nicht richtig. Heute weiß ich genau, wie ich diese Probleme hätte vermeiden können.

    Ich war trotzdem stolz.
    Stolz darauf, dass ich überhaupt etwas erschaffen hatte. Und du kennst dieses Gefühl vielleicht:
    Das erste Kleidungsstück, das nicht perfekt ist, aber deins.


    Der Wendepunkt: Stricken (und was es mich über Passform lehrte)

    Irgendwann – meine Tochter war inzwischen geboren – wollte ich doch mal Stricken ausprobieren.

    Und dafür kaufte ich eine Anleitung von Christina Körber-Reith (Strickauszeit Designs).
    Sie hatte eine Maßtabelle, wie ich sie noch nie gesehen hatte.

    Ich schaute hinein und dachte:

    „Moment… meine Schulterbreite ist Größe S, meine Brust M und die Hüfte L?! Kann das sein?“

    In einem Forum fragte ich nach – und wurde an Monica Leoid (knittinginspaceships) verwiesen.
    Sie ist eine Expertin für maßgeschneiderte Strickpullover, gibt Workshops auf Festivals und beantwortete meine Frage so gelassen, dass ich lachen musste:

    „Ja. Das ist ganz normal.“

    Und da war er.
    Mein zweiter Aha-Moment:

    Ein Körper richtet sich nicht nach Größentabellen.
    Also sollte ein Pullover das auch nicht tun.

    Diese Erkenntnis hat alles verändert.


    Vom Strickwissen zum Häkelwissen – und der große „Wow“-Moment

    Später besorgte ich mir ein amerikanisches Buch über perfekt sitzende Strickpullover. Nach Wochen kam es endlich an, und ich las es von Anfang bis Ende wie einen Roman.

    Und ich wusste:
    Das will ich für meine Häkelpullover auch.

    Natürlich musste ich vieles anpassen – Häkelmaschen haben andere Höhen, andere Breiten, andere Eigenheiten.
    Aber die Grundlagen für Passform? Die gelten überall.

    Ich las mehr Bücher.
    Ich lernte über Wolle – welche Fasern atmen und welche sich für Pullover, Mützen oder Deko eignen.
    Ich experimentierte.
    Ich trennte auf. Oft. Sehr oft.

    Und dann passierte es irgendwann:

    Ich entwarf meinen ersten eigenen Pullover.

    Eine Frau mit langen braunen Haaren und einem cremefarbenen Häkelpullover steht im Freien und blickt zur Seite. Hinter ihr liegen gestapelte Holzscheite und Bäume, die eine rustikale und ruhige Atmosphäre schaffen.
    Der Étoile Sweater – mein erstes Häkeldesign für Damen 💫

    Heute: Meine Designs – und meine Liebe zum Häkeln

    Was dann folgte?

    Der Sternenpullover Étoile Sweater (bisher nur auf Englisch).
    Das Muschel-Tee.
    Die Lace- Muschel- Weste.
    Der Spiralpullover.
    Der Ärmelschal „Svenja Seelenwärmer“.
    Der Lace-Muschel-Cardigan.
    Und der Lace-Muschel-Bolero.

    Jedes Design ein Stück meiner Geschichte.
    Jeder Fehler ein Baustein.
    Jeder Pullover eine Erinnerung daran, dass ich dieses Handwerk liebe – nicht weil alles sofort geklappt hat, sondern weil es nicht sofort geklappt hat.


    Und wie geht’s weiter?

    Ich weiß noch nicht genau, wohin der Weg führt.
    Vielleicht gebe ich Workshops.
    Vielleicht begleite ich Anfängerinnen bei ihrem ersten Pullover.
    Vielleicht entsteht etwas ganz anderes.

    Aber eins weiß ich:

    Ich möchte nicht „nur Häkelanleitungen verkaufen“.
    Ich möchte Frauen helfen, Kleidung zu machen, die sie wirklich tragen.
    Mit Stolz. Mit Wow-Effekt.
    Mit einer Passform, die nicht nur schön aussieht, sondern sich nach ihnen richtet – nicht umgekehrt.

    Und wenn du mich auf diesem Weg begleiten willst, dann freue ich mich.
    Sehr sogar.

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  • Diese Wolle ruiniert deinen Häkelpullover – und wie du sie erkennst

    Diese Wolle ruiniert deinen Häkelpullover – und wie du sie erkennst

    Lesedauer 5 Minuten

    Manche Garne machen deinen Häkelpullover tragbar – und andere solltest du lieber im Wollladen ruhen lassen

    Ich erinnere mich noch genau an meine Anfänge beim Häkeln. Mein Bauch war rund und ich voller Vorfreude – in ein paar Monaten sollte mein Baby geboren werden 👶🏼.

    Ich wollte endlich richtig häkeln lernen. Also kaufte ich mir voller Vorfreude ein Buch mit Anleitungen für Kinderkleidung. Die Bilder darin? Einfach bezaubernd. Kleine Häkelpullis in zarten Farben, weich und liebevoll fotografiert. Ich sah meine Tochter schon darin – eingekuschelt, selbstgemacht, perfekt.

    Von Wolle hatte ich damals keine Ahnung. Ich wusste nicht, wie man die richtige Dicke auswählt, was „Lauflänge“ bedeutet oder warum manche Garne sich kratzig anfühlen. Aber eins war mir klar: Synthetik kommt mir nicht auf die Haut meines Babys. Ich selbst hatte in gekauften Acrylpullis immer geschwitzt – das wollte ich ihr ersparen.

    Von Alpaka, Merino und Co. verstand ich so wenig wie ein Erstklässler, der noch glaubt, dass Lesen Zauberei ist. Also entschied ich mich für Baumwolle – atmungsaktiv und in zahlreichen Farben erhältlich.

    Ich habe den Pulli meiner Tochter natürlich angezogen. Und wie das bei Kleinkindern so ist: Selbst der unförmigste Pullover sieht irgendwie süß aus.

    Der Pulli war steif. Nicht schlimm genug, um ihn gar nicht zu tragen – aber auch nicht weich genug, um ihn wirklich zu lieben.

    Heute weiß ich: Die Wahl der Wolle entscheidet, ob dein Häkelpulli dich umschmeichelt – oder im Schrank versauert.

    In diesem Artikel zeige ich dir, woran du Garne erkennst, die einen schönen Fall haben – und welche du besser meiden solltest. Damit dein nächster Pullover nicht nur fertig wird, sondern auch getragen wird. Mit Stolz. Und mit Wow-Effekt.

    Was bedeutet eigentlich „guter Fall“?

    Der Begriff kommt nicht von ungefähr. Es geht ums Fallen, ganz wörtlich. Stell dir vor, du nimmst einen gehäkelten Schal, hältst ihn an einem Ende fest und lässt den Rest locker nach unten hängen.

    Wäre der Fall wirklich richtig mies, dann würde der Schal fast schon stehen wie ein Brett. Klar, ganz so schlimm ist’s in der Realität nicht. Selbst ein steif gehäkelter Schal fällt irgendwie.

    Aber du merkst den Unterschied sofort: Statt weich herunter zufließen, hängt er stockig und steif da, fast wie ein Untersetzer.

    Und genau darum geht’s: Ein guter Fall fühlt sich fließend an: das Material schmiegt sich an, bewegt sich mit dir und erinnert eher an gestrickte oder gekaufte Kleidung.

    Stell dir vor, du nimmst einen gehäkelten Schal, hältst ihn an einem Ende fest und lässt den Rest locker nach unten hängen. Ein Schal mit gutem Fall gleitet wie feiner Seidenstoff über deine Hand, legt sich sanft über deine Schultern und folgt jeder Bewegung – statt sich steif dagegenzustellen.

    Also keine Topflappen-Optik (Topflappen dürfen steifer sein 😉), sondern absolut tragbar.

    Und genau das entscheidet, ob dein Häkelstück tragbar wird – oder aussieht wie Deko

    Garne, die einen guten Fall haben:

    Garne mit gutem Fall haben meistens eins gemeinsam: eine gewisse Schwere. Genau diese Schwere sorgt dafür, dass das Material nach unten gezogen wird und weich fällt, statt steif vom Körper abzustehen.

    Besonders fließend, und damit ideal für tragbare Häkelkleidung, sind zum Beispiel:

    • Alpaka
    • Viskose
    • Seide

    → Alle drei sind weich, hochwertig und fallen sehr schön, auch bei einfacheren Schnitten.

    Auch gut geeignet, auch wenn es etwas mehr Struktur hat: Merinowolle

    → Sie hat nicht den fließenden Fall wie Seide oder Viskose, ist aber trotzdem angenehm tragbar und weich.

    Und dann gibt’s noch Baumwolle. Aber nicht jede Baumwolle ist für tolle Häkelpullover geeignet. Bei Babybaumwolle und Pima- Baumwolle könnt ihr eigentlich nicht falsch machen. Ich verlinke dir mal eine günstige Baumwolle, welche ich gerne zum Häkeln von Pullovern werde. Aber bitte:

    → Nur locker verhäkeln, sonst wird’s zu steif.

    Ein Beispiel aus meiner eigenen Erfahrung:

    Eine Frau in einem blauen Häkeloberteil steht im Freien und blickt mit einem gelassenen Ausdruck nach oben. Im Hintergrund sind ein Holzstapel und Bäume zu sehen, die eine ruhige, natürliche Atmosphäre vermitteln.

    Ich habe das Muschel Tee gehäkelt. Ein luftiges Sommeroberteil im Muschelmuster, das nicht nur gut aussieht, sondern sich auch richtig gut trägt.

    Der Schlüssel? Die richtige Wolle. Ich habe mich für ein Garn aus Viskose entschieden. Die ist schön weich, leicht und mit wunderschönem Fall. Und genau das hat den Unterschied gemacht: Das Shirt fließt, statt zu stehen. Es schmiegt sich an, statt zu kratzen.

    Wenn du Lust hast, dein eigenes Muschel Tee zu häkeln, findest du die Anleitung in all meinen Verkaufsshops. Und vergiss nicht: Die Wolle entscheidet, ob dein Häkelstück tragbar wird – oder im Schrank bleibt.

    Welche Garne du eher meiden solltest:

    Nicht jedes Garn eignet sich für gehäkelte Kleidung, auch wenn es im Knäuel erst mal ganz hübsch aussieht. Spätestens an deinem Körper zeigt sich schnell, ob es tragbar ist oder nicht.

    Manche Garne fühlen sich steif an, andere kratzen oder lassen dich schwitzen, als würdest du in einer Plastiktüte stecken. Kein schönes Tragegefühl. Und der selbst gehäkelte Pullover bleibt im Schrank liegen.

    Was du besser meidest:

    • Standard-Baumwolle
      • →Wenig bis gar nicht elastisch, wirkt eher steif. Besonders, wenn fest gehäkelt wird. Nur bei einer sehr lockeren Häkelweise einigermaßen geeignet.
    • Billiges Acryl
      • → ist nicht atmungsaktiv und sorgt für Hitzestau. Ich hab früher mal Acrylpullis getragen. Nie wieder.
      • → In solchen Pullis war ich immer schnell geschwitzt. Deswegen rate ich sehr von reinen Acryl- Garnen ab. Ganz besonders im Alltag oder wenn du Kindern hinterherjagen muss 😂.
    • Synthetik allgemein
      • → Manche Mikrofasern sind zwar als „atmungsaktiv“ bekannt, aber ich meide sie dennoch. Falls ich sie verwende, dann nur gezielt und in Mischgarnen. Reines Synthetikgarn kommt für mich nicht infrage. Mischgarne können beispielsweise bei Socken praktisch sein, und wenn es sich um Merinosockengarn handelt, eignet es sich auch gut für Pullover.

    Tipp aus der Praxis

    Ich empfehle dir, jede Maschenprobe nicht nur zu machen, um sie mit den Maßen aus der Anleitung zu vergleichen – sondern auch als „Fühlprobe“.

    Halte die Maschenprobe an empfindliche Körperstellen, um zu testen, ob das Garn kratzt. Spüre, wie es sich anfühlt – weich, rau, angenehm?

    Und prüfe den Fall des Garns: Lege die Maschenprobe über eine Tischkante. Fällt sie weich nach unten oder bleibt sie eher stehen? So erkennst du sofort, ob das Garn sich für Kleidung eignet oder eher steif wirkt.

    Fazit

    Die Wahl des Garns entscheidet, ob dein Pulli sich weich an deinen Körper schmiegt oder im Schrank versauert. Selbst eine gute Anleitung hilft nicht, wenn das Material sich unangenehm anfühlt oder steif fällt.

    Also: Augen auf bei der Garnwahl.

    ✅ Checkliste: Garne für tragbare Häkelkleidung

    💪🏼Gut geeignet:

    • ✔ Alpaka
    • ✔ Viskose
    • ✔ Seide
    • ✔ Merinowolle (gibt etwas mehr Struktur, aber tragbar)
    • ✔ Hochwertige Baumwolle (z. B. Baby- oder Pima-Baumwolle, locker gehäkelt!)

    ⚠️Mit Vorsicht verwenden:

    • ⚠️ Mikrofasergarne (nur ausgewählte, möglichst atmungsaktive Qualitäten)
    • ⚠️ Mischgarne mit Synthetik – können okay sein, je nach Anteil

    Lieber vermeiden (für Kleidung):

    • ✘ Standard-Baumwolle (wenn fest gehäkelt)
    • ✘ 100 % Acryl (nicht atmungsaktiv, du wirst schwitzen)

    🧶 Mein Garn funktioniert nicht. – Und jetzt?

    Keine Sorge – das heißt nicht, dass dein Garn wertlos ist. Ein Garn, das in der Maschenprobe steif, formlos oder kratzig wirkt, muss nicht gleich in die Tonne. Vielleicht passt es einfach nicht für diesen Pullover – aber dafür perfekt für ein Täschchen, ein Körbchen oder robuste Deko.

    Was du mit Garnen machen kannst, die keinen guten Fall haben, erfährst du bald in einem eigenen Blogartikel: → „Zweites Leben für steifes Garn – Projekte für Materialien ohne weichen Fall“

    Aber manchmal funktioniert es doch 😉 Denn es gibt Methoden, mit denen du scheinbar zu steifes Garn trotzdem für Pullover verwenden kannst. Der Fall hängt nämlich nicht nur von der Garnwahl ab – auch mit der richtigen Nadelgröße, Musterwahl oder Verarbeitung kannst du einiges rausholen.

    Ob das dann wirklich für Kleidung reicht, erkläre ich dir ausführlich in einem der nächsten Blogartikel. → Bleib dran oder abonniere meinen Newsletter, damit du nichts verpasst!

    👉 Und jetzt du: Hast du schon mal ein Kleidungsstück gehäkelt, das nie getragen wurde? Lag es am Garn? Erzähl’s mir gern in den Kommentaren – oder teil den Artikel mit jemandem, der auch gerne Kleidung häkelt, aber bei der Garnwahl noch unsicher ist.

    Häkeln ohne Rätselraten und mit ganz viel Wow- Effekt✨

    Du willst Häkelpullis, die nicht im Schrank versauern? Ich zeige dir, wie’s geht – mit Tipps, echten Erfahrungen und einem Blick hinter die Kulissen.

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  • Fehler beim Häkeln von Pullovern vermeiden – 7 Tipps

    Fehler beim Häkeln von Pullovern vermeiden – 7 Tipps

    Lesedauer 7 Minuten

    Fehler beim Häkelpullover vermeiden: 7 Gründe, warum er nicht passt


    Ich könnte diesen Artikel nicht schreiben, wenn ich nicht selbst all diese Fehler bei Pullovern gemacht hätte. Heute zeige ich dir, wie du genau diese Fehler vermeidest – damit dein nächster Pullover wirklich passt.
    Nachdem ich eine Kinderdecke und ein paar kleine Sachen für meine Kinder gehäkelt hatte, wollte ich endlich mal etwas für mich häkeln- ein richtiges Kleidungsstück.

    Und dann sah ich sie: eine wunderschöne kostenlose Anleitung für eine Jacke aus dünner Sockenwolle.
    Ich dachte nur: „Wow, die ist perfekt, die muss ich unbedingt nachhäkeln.“

    Damals war ich überzeugt, dass mir Rot besonders gut steht – weil ich mir eingebildet hatte, ein „Herbsttyp“ zu sein. Tja, das war schon mein erster Fehler.

    Der zweite folgte sofort: Ich hatte noch überhaupt keine Ahnung, wie man eine Passform richtig anpasst. Das Ergebnis? Oberarme, die viel zu voluminös geraten sind, und unter den Achseln ein Zuviel an Stoff, das Falten schlägt wie ein schlecht sitzendes Zelt.

    Es war meine allererste Häkeljacke. Ich liebe sie trotzdem – und zu Hause trage ich sie immer noch als meine „Wohlfühl-Jacke“. Aber ganz ehrlich? Unter Leute würde ich mich damit nicht trauen.

    Und ich weiß: So geht es vielen.
    Du wählst eine Farbe, die im Garnladen glitzert und verlockend aussieht, aber zuhause merkst du, dass sie dir überhaupt nicht steht. Oder du stellst beim ersten Anprobieren fest: Der Pulli sitzt wie eine Wurstpelle oder hängt schlaff herunter wie ein Kartoffelsack.

    Wenn du Glück hast, landet das Stück noch als Kuschelteil auf dem Sofa. Oft aber verschwindet es frustriert im Kleiderschrank – zu schade zum Wegwerfen, zu peinlich zum Tragen.

    Und das passiert nicht nur Anfängerinnen!
    Auch Menschen, die seit Jahren häkeln und schon zig Projekte geschafft haben, tappen immer wieder in dieselben Fallen. Viele glauben sogar: „Pullover können beim Häkeln gar nicht besser passen, das ist halt so.“

    Aber das stimmt nicht.
    Es gibt Spielraum. Und auch wenn Häkeln nicht ganz so flexibel ist wie Stricken – du kannst unglaublich viel rausholen.

    Genau deshalb möchte ich dir heute die 7 Hauptgründe zeigen, warum Häkelpullover oft nicht passen – und wie du diese Fehler vermeidest, damit dein nächster Pulli ein echtes Lieblingsteil wird.


    Dein Körper ist keine Konfektionsgröße – miss an dir selbst!

    Sag mal, wie machst du das? Wenn du eine neue Anleitung in der Hand hast?
    Fragst du dich: „Hm, mir passt doch immer Größe M – also nehme ich auch hier M, das wird schon passen?“
    Oder schaust du auf den Brustumfang in der Anleitung? Denkst „Das ist mein Brustumfang! Das passt dann schon“, und häkelst einfach los?

    Vielleicht folgst du auch dem Tipp, den viele Designerinnen geben:
    Du holst dir einen gut sitzenden Pullover aus dem Schrank, misst ihn aus, vergleichst die Werte mit der Anleitung – und legst los.

    Klingt alles logisch, oder?
    Kann aber zum größten Fehler führen, den du machen kannst.

    👉 Du musst deine Maße direkt an deinem Körper nehmen.
    Nicht an einem gekauften Pulli, nicht nur deinen Brustumfang, sondern an dir selbst alle wichtigen Maße.

    Und du musst wissen, welche Maße wirklich wichtig sind.
    Ja, der Brustumfang ist wichtig – aber nur darauf zu achten reicht nicht. Damit wird dein Pullover zu einem Lotterie- Spiel: Meistens wird er nicht richtig passen.

    Ich selbst hatte vor eine paar Jahren ein Aha-Erlebnis:
    In einem Forum habe ich eine Strickdesignerin (mit Erfahrung im Maßnehmen für den perfekten Pullover) befragt. Ich wollte von ihr wissen, ob es wirklich sein kann, dass meine Schultern Konfektionsgröße S haben, meine Brust aber M und meine Hüfte schließlich in Richtung L geht.

    Und weißt du was? Sie hat geantwortet: „Ja, das ist sehr gut möglich“.
    Seitdem weiß ich: Mein Körper passt in keine Schablone. Und genau deshalb darf mein Häkelpulli auch nicht einfach „Größe M“ sein.

    Blind der Anleitung vertrauen ist der Anfang vom Ende

    Häkelst du einfach blind nach Anleitung? ❌ Großer Fehler.

    Denn dein Körper hält sich nicht an die Größenlogik einer Designerin.
    Du musst genau schauen, an welcher Stelle du deine Größe wechselst – vielleicht fängst du mit S an den Schultern an, gehst über zu M an der Brust und landest bei L an den Hüften. Oder umgekehrt.

    Und genau dafür brauchst du die Erkenntnisse aus Fehler Nr. 1: „Dein Körper ist keine Konfektionsgröße – miss an dir selbst!“.

    Es reicht eben nicht, eine Anleitung stur „runterzuhäkeln“ wie ein Kochrezept.
    👉 Du musst sie anpassen. Größen mischen, Übergänge planen, hier und da ein paar Maschen zu- oder abnehmen.

    Klar, das klingt erst mal nach „Rumgedoktere“. Aber genau dieses Anpassen macht am Ende den Unterschied zwischen einem Pulli, der im Schrank versauert, und einem Pulli, den du voller Stolz trägst.

    Und ich weiß: Das ist nichts für absolute Anfänger.
    Dafür solltest du schon wissen, wie man Zu- und Abnahmen häkelt – und keine Angst davor haben, auch mal eine Anleitung für dich umzuschreiben.

    Wie geht’s dir damit? Wie gefällt dir der Gedanke? Schreib mir das in die Kommentare!

    Maschenprobe ignoriert? Dann kannst du auch Lotto spielen.

    Der schlimmste Fehler, den du machen kannst? ❌
    Die Maschenprobe ignorieren.

    Ich weiß, du denkst jetzt vielleicht Das habe ich schon 1.000 Mal gehört!“ Es wird aber auch immer noch 1.000 Mal zu oft falsch gemacht. Deshalb ist die Maschenprobe in meinen Anleitungen immer wieder ein Thema. Und das hat einen guten Grund: Ohne Maschenprobe ist dein Pulli reine Glückssache.

    Viele denken für die Maschenprobe reicht es: ein 10 cm×10 cm Stück zu häkeln, einmal kurz messen, fertig.

    Was viele vergessen:
    👉 Du musst die Probe waschen, trocknen und nochmal messen.
    👉 Du solltest auch am wachsenden Häkelstück immer wieder nachmessen und kontrollieren, ob die Maße noch passen.

    Die Wahrheit ist nämlich: Dein gesamter Pullover ist sonst am Ende eine große Maschenprobe.
    Merke dir das: Wenn du die kleine Maschenprobe ignorierst, dann wird dein Pulli automatisch zur großen Maschenprobe – mit all den bösen Überraschungen, die das mit sich bringt.

    Ich könnte da jetzt noch genauer werden aber – das alles sprengt hier den Rahmen.
    Aber glaub mir: Das ist so wichtig, dass ich dazu noch einen eigenen Artikel schreiben werde.

    Für dich hier und heute reicht die wichtigste Erkenntnis:
    👉 Ohne Maschenprobe kannst du gleich Lotto spielen.

    Falsches Garn = Pulli für die Tonne

    Über die richtige Garn- Wahl habe ich schon einmal in einem Artikel zum Thema Kinderkleidung geschrieben – und vieles davon gilt genauso für Erwachsene. Deshalb hier eine kurze Zusammenfassung, worauf du achten solltest.

    👉 Die richtige Garnstärke
    Das Garn sollte von der Stärke (Dicke) her zu deiner Anleitung passen. Klingt banal. Aber das ist in Deutschland gar nicht so einfach. Und ich werde dazu auch noch einen Blogartikel schreiben, damit es dir beim nächsten Mal einfacher fällt das richtige Garn zu finden.

    👉 Das Tragegefühl
    Ein Garn, das kratzt oder in dem du sofort schwitzt, ist ein No-Go. Dein Pullover soll ein Wohlfühlteil werden – nicht ein Teil, das du nach zehn Minuten wieder ausziehst.

    👉 Der Maschenproben-Test
    Ich kann dir aus eigener Erfahrung sagen: Schon in der Maschenprobe zeigt sich, ob ein Garn wirklich geeignet ist.

    Ich erinnere mich noch genau an einen Pulli, den ich häkeln wollte. Mit der Wolle habe ich zwar die Maschenprobe „hinbekommen“. Die Zahlen haben also gestimmt. Aber das Ergebnis? Viel zu steif. Für einen Pullover, der schön fallen sollte, völlig ungeeignet.

    Kurz gesagt: Es geht nicht nur darum, ob du die Maschenprobe irgendwie erreichst. Es geht darum, wie sich das Garn verhält. Ob es einen schönen Fall hat oder ob es dein Pulli später aussehen lässt wie eine Ritter- Rüstung🤣(ich weiß etwas übertrieben, aber ich fand den Vergleich einfach nur klasse) .

    Wenn du tiefer einsteigen willst: Im oben verlinkten Kinderartikel findest du schon viele Tipps, und bald folgt noch ein ausführlicher Beitrag speziell zur Frage: Welches Garn eignet sich am besten für Pullover?

    Zwischenanprobe? Ohne bist du aufgeschmissen.

    „Diesen Fehler machen wahrscheinlich die wenigsten“, denkst du vielleicht. Aber auch eine Zwischenanprobe muss richtig gemacht werden. Ich habe es einmal nicht richtig gemacht 🥹. Den Pulli habe ich bis heute nicht getragen und schwanke zwischen „Ich ziehe ihn an – außer mir sieht das eh keiner“ und „Ich will es aber perfekt haben!“

    Was habe ich bloß falsch gemacht? Ich habe den Pullover erst ganz zum Schluss gewaschen 🙈. Die schönen Brustabnäher saßen vorher perfekt, aber danach viel zu weit unten.

    Deshalb: Denk daran, den Pullover zwischendurch während des Strick- oder Häkelprozesses zu waschen. So kannst du sicherstellen, dass die Passform auch nach dem Waschen noch perfekt bleibt.

    Um die Passform während des Strick- und Häkelprozesses optimal zu überprüfen, empfehle ich Top-Down-Pullover und -Jacken. Diese Oberteile werden von oben nach unten gestrickt oder gehäkelt.

    Schau dir dazu das Video von meinem Étoile Sweater auf Instagram an (Video wird noch veröffentlicht). Hier siehst du ein Vorher-Nachher von meinem Sternenmuster-Pullover. Hättest du das gedacht?

    Waschen verändert ALLES – auch deine Maschenprobe.

    Dass es Sinn macht, den Pullover zu waschen, weil sich das Garn durchs Waschen verändert, habe ich dir bereits erklärt. Aber Waschen ist nicht nur während der Entstehung deines Pullovers sinnvoll, sondern schon viel früher.

    Ob du das passende Garn und die richtige Häkelnadel gewählt hast, zeigt dir deine Maschenprobe. Vergiss nicht, die Maschenprobe ebenfalls zu waschen.

    Manchmal merkst du, dass das Garn überhaupt nicht zur Anleitung passt.

    Außerdem empfehle ich, die Maschenprobe vor und nach dem Waschen auszumessen. Notiere beide Werte und halte sie griffbereit, während du deinen Pullover häkelst oder strickst.

    Denn es kann passieren, dass dein Pullover plötzlich eine andere Maschenanzahl pro Zentimeter und Reihe aufweist. Das fällt dir jedoch nur auf, wenn du deine Maschenprobe schon vor dem Waschen ausgemessen hast.

    Und damit dein Pullover trotz korrekter Maschenprobe perfekt sitzt, solltest du immer deinen ungewaschenen Pullover mit der ungewaschenen Maschenprobe abgleichen.

    Du musst wissen, welche Körperform du hast

    Jetzt kommt ein Fehler, den selbst viele Strick- und Häkelexperten machen. Doch du kannst ihnen keinen Vorwurf machen, denn in der deutschen Literatur über Stricken und Häkeln wird dieses Thema nur am Rande behandelt.

    Meist wird in Frauenzeitschriften darüber geschrieben, ob du Typ Apfel oder Birne bist. Oder hast du gar eine A oder H- Form?

    Das ist alles nicht ganz unwichtig, wenn es um die beste Passform für deinen Pullover geht. Aber noch wichtiger sind deine Schultern.

    Welche Silhouette bildet deine Schulter?

    • Hast du eine schräge Schulter?
    • Hast du eine gerade Schulter?

    Wenn du eine schräge Schulter hast und eine Anleitung für eine gerade Schulter nachhäkelst, wird sie dir nicht richtig passen. Das kann dazu führen, dass sich unter den Achseln zu viel Stoff sammelt. Eine Followerin schrieb mir dazu: „Ich bin manchmal unzufrieden mit den Ärmeln unter den Achseln, weil sie oft zu dick sind. Allerdings ist das bei deinen Anleitungen nicht der Fall.“

    Wenn sie das hier liest, hat sie vielleicht herausgefunden, warum manche Pullover ihr nicht passen.

    Alle anderen Formen wie A, H, Birne oder Apfel kannst du anhand deiner Körpermaße bestimmen. Soll ich zu diesen Figurtypen einen weiteren Blogartikel verfassen?


    Fazit: Dein Häkelpullover kann passen – richtig gut sogar!

    Alle 7 Fehler, die ich dir gezeigt habe, sind absolut vermeidbar. Und das Beste? Du musst dafür keine Profi-Designerin sein. Mit ein wenig mehr Wissen darüber, worauf es beim Maßnehmen ankommt, der richtigen Garnwahl und der Anpassung der Anleitung entsteht ein Pullover, der nicht nur perfekt sitzt, sondern den du auch wirklich gerne trägst.

    Denn ein gut sitzender Häkelpullover ist kein Hexenwerk. Es ist einfach das Ergebnis von ein paar klugen Entscheidungen und dem Mut, deine eigene Körperform ernst zu nehmen. Du verdienst ein Kleidungsstück, das dich nicht nur wärmt, sondern auch stolz macht.


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    Ein größerer Kurs, in dem wir gemeinsam einen Pullover häkeln, ist schon in Planung.


  • Warum dein Häkelpullover zur Schrank-Leiche wird – und wie du das vermeidest

    Warum dein Häkelpullover zur Schrank-Leiche wird – und wie du das vermeidest

    Lesedauer 4 Minuten


    Viele Häkler*innen häkeln begeistert ihren ersten Pullover und dann wird er kaum getragen. Warum? Weil er nicht richtig passt. Weil er nicht richtig sitzt. Weil er nicht zu dir passt.

    Ein Pin von mir auf Pinterest zum Thema „Pullover passend häkeln“ läuft gerade wie verrückt. Das zeigt mir ganz klar: Da haben viele ein Problem mit. Vielleicht weißt du einfach nicht woran es liegt, dass dein selbstgehäkelter Pullover eher wie ein kunstvoll verzierter Sack wirkt. Dabei wünschst du dir nichts sehnlicher als ein Kleidungsstück, das du mit Stolz tragen kannst💪🏼.

    Eine kindliche Zeichnung einer lächelnden Person mit braunen Haaren, die einen blauen, übergroßen Pullover und braune Stiefel trägt und eine warme, fröhliche Stimmung vermittelt.
    Sackartiger Pulli

    Das Grundproblem: Dein Körper hat keine T- Form

    Ich liebe maßgeschneiderte gehäkelte oder gestrickte Pullover. Doch immer wieder stoße ich auf kostenlose (Video-)Anleitungen, bei denen die Pullover alles andere als körpergerecht geformt sind. Meist werden sie in der simplen T-Form gehäkelt: Man häkelt zwei große und zwei kleine Rechtecke, näht die großen Rechtecke für den Körper zusammen und fügt die kleinen als Ärmel hinzu. Das klingt zwar einfach, ist für mich jedoch ein absolutes No-Go – es sei denn, man möchte lediglich einen Kuschelpullover für zu Hause. Schließlich hat unser Körper nun mal nicht die Form eines Ts!

    Was genau macht die T-Form so unvorteilhaft?

    • Unter den Armen zu viel Stoff → es schlackert und wirkt unförmig.
    • Häkelst du nach Brustweite, spannt es an der Hüfte.
    • Häkelst du nach Hüftweite, hängt es oben wie ein Sack.
    • Am Ende bleibt die „Zelt-Optik“ – deine Figur verschwindet völlig.

    Für mich ist es der Sinn und Zweck, beim Häkeln eines Pullovers, dass dieser am Ende perfekt zu mir passt. Wenn ich Zeit und Energie in ein solches Projekt investiere, dann möchte ich mich im fertigen Häkelpullover rundum wohlfühlen. Beim Ausgehen soll er meine vorteilhaften Körperformen betonen und die weniger vorteilhaften charmant kaschieren – aber keinesfalls wie ein Zelt wirken.

    Illustration zum Vergleich zweier Pullovertypen: ein einfacher, T-förmiger Pullover und ein figurbetonter Pullover mit Rundpasse und Ärmeln

    Warum sind dann Rechteck- oder T- Pullover so beliebt?

    Ja, wenn diese Modelle so unpraktisch sind, warum sind sie dann überall präsent?

    • Kostenloses zieht immer die Aufmerksamkeit auf sich! Viele Video-Kanäle nutzen diesen Effekt geschickt, indem sie jede Woche eine neue, kostenlose Anleitung veröffentlichen und so ihre Follower begeistern.
    • Einfachheit hat ihren Reiz. Keine komplizierten Zunahmen, keine anspruchsvollen Berechnungen, nur das beruhigende, monotone Rechteck-Häkeln.
    • Schnelle Erfolgserlebnisse. „Wow, ich habe meinen ersten Pullover gehäkelt!“ – auch wenn er später ungetragen im Schrank liegen bleibt.

    Aber: Diese Einfachheit hat ihren Preis. Am Ende verlierst du Zeit, Wolle und Motivation, wenn du ein Oberteil häkelst, das dir nicht gefällt und das du nicht tragen möchtest.


    Anfänger*innen brauchen gute Anleitungen – keine unförmigen Pullover

    Ich finde, auch Anfänger*innen sollten von Anfang an mit einer hochwertigen Anleitung arbeiten. Natürlich häkelt niemand beim ersten Versuch einen perfekt sitzenden Pullover. Aber eine gut strukturierte und durchdachte Anleitung kann bereits enorm helfen und viele Frustmomente vermeiden.

    • Mit einer guten Anleitung sitzt der Pullover mindestens genauso perfekt wie ein gekaufter – wenn nicht sogar besser.
    • Du investierst Zeit und Geld in ein Kleidungsstück, das du gerne trägst – anstatt es frustriert im Schrank verschwinden zu lassen.

    Ich entwerfe klare und verständliche Anleitungen, die ohne Rätselraten auskommen und durch anschauliche Video- und Foto-Tutorials ergänzt werden. Bislang sind meine Häkelanleitungen jedoch eher für Fortgeschrittene geeignet. Deshalb überlege ich, eine einfache Häkelanleitung für einen Pullover speziell für Anfängerinnen zu erstellen.

    👉 Was denkst du darüber? Würde dich das interessieren? Hinterlasse mir gerne einen Kommentar!

    Erste 6 Seiten der Anleitung für ein Design eines gehäkelten Boleros mit Muschelmuster. Auf dem Titelbild ist eine Frau in einem rosa Häkelbolero zu sehen. Die folgenden Seiten enthalten Materiallisten, Größenangaben, Maßtabellen, Häkelmuster sowie ausführliche Schritt-für-Schritt-Anleitungen mit Diagrammen. Der Stil des Dokuments ist sachlich und technisch.
    Vorschau der ersten 6 Seiten meiner Anleitung für den Lace Muschel Bolero

    Schluss mit Schrank-Leichen: Häkle einen Pullover, der dich wirklich zum Strahlen bringt

    Du möchtest keinen Pullover häkeln, der am Ende nur ungenutzt im Schrank liegt. Du willst ein Lieblingsstück schaffen, das du voller Stolz tragen kannst. Genau darin liegt das Geheimnis: Wenn du Zeit, Energie und Wolle investierst, dann verdient dein Projekt mehr, als unbeachtet im Dunkeln deines Kleiderschranks zu verschwinden.

    Hand aufs Herz: Niemand hat die Form eines „T“, und deshalb wird dir diese Pulloverform einfach nicht richtig stehen. Dein erster selbstgehäkelter Pullover sollte kein Frust-Erlebnis werden, sondern ein echter Wow-Moment! Daher ist es absolut entscheidend, dass dein Pullover von Anfang an perfekt zu deiner Körperform passt.

    ✨ Und jetzt kommt der spannende Teil: In meinem nächsten Blogartikel bekommst du einen Überblick über die wichtigsten Pulloverformen. Jede dieser Formen bringt eigene Vor- und Nachteile mit sich, je nachdem, wie sie sich an deinen Körper anschmiegen oder ihn eher unvorteilhaft betonen.

    In den kommenden Wochen werde ich jede dieser Pulloverformen einzeln vorstellen und detailliert erklären, wie sie funktioniert und für welche Figur sie besonders gut geeignet ist.

    Wenn du wissen möchtest, welche Schnitte deinem Körper am besten schmeicheln und wie du dein Häkelprojekt perfekt auf dich abstimmen kannst, dann solltest du unbedingt dranbleiben: Diese Serie wird dein Häkel-Game revolutionieren!


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    Zusammenfassung

    • T-Pullover sind simpel, aber wenig attraktiv.
    • Sie sind beliebt, weil sie gratis und einfach sind, aber das Ergebnis ist meist eine Schrank- Leiche.
    • Mit einer guten Anleitung kannst du auch als Anfängerin schon viel erreichen.
    • Ziel ist immer: ein Pullover, den du wirklich trägst, nicht ein Projekt, damit der Kleiderschrank gefüllt wird.
    • In den nächsten Artikeln erfährst du, welche Pullovertypen es gibt und wie du den richtigen für dich findest.


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