Tragbare Häkelmode ist kein Zufall. Sie entsteht nicht, weil man „halt drauflos häkelt“ oder weil eine Anleitung hübsch aussieht. Sie entsteht, wenn jemand mitdenkt: bei der Passform, bei den Maßen, bei dem Körper, der das Teil später wirklich tragen soll.
Genau darum geht es mir – und genau deshalb wird dieses Motto mein Leitfaden für 2026. Ich möchte Häkelmode entwerfen, die nicht im Schrank landet. Keine Projekte für „sieht nett aus“, sondern Kleidung, die man anzieht. Im Alltag. Zu besonderen Momenten. Und mit dem Gefühl: Das passt. Das bin ich.
Was das konkret bedeutet, zeige ich dir in diesem Artikel. Es geht um meine Anleitungen, meinen Fokus auf tragbare Oberteile – und um die Frage, was es wirklich braucht, damit Häkelmode nicht nach DIY aussieht, sondern sich gut anfühlt und gern getragen wird. Nicht theoretisch. Sondern ganz praktisch.
Tragbare Häkelmode sind kein Zufall: Wie ich dieses Motto 2026 mit Leben füllen werde
Dieses Motto bedeutet für mich 3 Dinge:
1. Tragbare Häkelmode entsteht durch durchdachte Anleitungen
An diesem Prinzip rüttele ich 2026 nicht. Ich erfinde mich nicht neu. Ich mache konsequent weiter – und mache es sichtbarer.
Das macht meine Häkelanleitungen so besonders:
Meine Anleitungen für Damen- Oberteile sind so aufgebaut, dass du nicht rätseln musst. Sie enthalten weiterhin
eine Maßtabelle,
eine Schemazeichnung
und eine klare Erklärung, wo welches Maß am Pullover sitzt.
Nicht als Deko, sondern damit du den Kopf abschalten und einfach loslegen kannst.
Du bekommst von mir konkrete Hinweise, wie du deine eigene Größe findest – anhand deines Körpers und der Angaben in der Anleitung, nicht durch blindes Nacharbeiten irgendeiner Konfektionsgröße.
Das ist der Unterschied. Meine Anleitungen lassen dich nicht grübeln oder zweifeln. Du musst nicht zwischendurch googeln, keine YouTube-Videos suchen und dir nichts zusammenpuzzeln. Alles, was du brauchst, ist drin. Die Anleitung führt dich wie ein Bauplan durch dein Projekt – Schritt für Schritt.
Mit dem Ziel, dass am Ende kein Teil entsteht, das „ganz okay“ ist, sondern eines, das du wirklich anziehst. Kein gebastelter DIY-Look. Sondern ein Teil, das stimmig wirkt, sich gut tragen lässt und nicht danach aussieht, als wäre es selbstgemacht – eher wie etwas, das man in einer kleinen Boutique findet.
So will ich es angehen:
2026 möchte ich diesen Minikurs-Charakter meiner Anleitungen klarer nach außen zeigen. Denn genau das sind sie: kleine Lernräume, in denen du Sicherheit bekommst. Du weißt nicht nur was du tun sollst, sondern auch warum – und kannst dich dabei entspannen, statt ständig unsicher zu sein.
Dieser Anspruch hat auch Konsequenzen für mich. Ich setze meine Zeit bewusster ein und schütze meine Energie. Mein morgendlicher Spaziergang bleibt, weil er mir 45 Minuten Klarheit schenkt, die später direkt in meine Arbeit fließen. Die Zeit, die dann übrig bleibt, investiere ich in das, was mir wirklich wichtig ist: durchdachte, ehrliche und hochwertige Anleitungen für tragbare Häkelmode.
Und ja, ich positioniere mich damit klarer. Ich stehe dazu, dass meine Anleitungen eigentlich Minikurse sind – und dass ihr Wert höher ist, als viele im deutschsprachigen Raum gewohnt sind. Ich möchte davon leben können. Nicht irgendwann, sondern real. Mein Ziel ist es, 2026 in drei Monaten jeweils 500 Euro Umsatz zu machen. Wann genau das sein wird, weiß ich noch nicht. Aber ich weiß, dass es nur mit Qualität, Fokus und einer klaren Haltung funktionieren kann💪🏻.
2. Neue Anleitungen für Häkel-Oberteile, die wirklich tragbar sind
Ganz oben stehen zwei neue Bolero-Anleitungen. Der Anstoß dafür war ein Moment, der mich ehrlich berührt hat: Eine Kundin hat meinen Lace-Muschel-Bolero für ihre Hochzeit gehäkelt. Sie hat ihn getragen. An diesem Tag. Und sie war glücklich damit.
Genau dafür mache ich das.
Boleros funktionieren. Sie sind kein Deko-Projekt und kein Schrankhüter. Sie werden gebraucht. Sie werden angezogen. Deshalb wird es davon mehr geben.
Mein Lace Muschel Bolero
Ein weiterer Wunsch für 2026 ist eine Rundpasse. Aber keine, die man nebenbei häkelt. Sondern eine mit Muster, mit Passform und mit ganz viel Wow- Effekt✨. Rundpassen entstehen nicht mal eben so. Da muss ich rechnen, ausprobieren, verwerfen und neu denken – vor allem, wenn sie in mehreren Größen wirklich gut sitzen sollen. Aber genau das reizt mich daran. Tragbare Häkelmode entsteht nicht durch Abkürzungen, sondern durch saubere Planung.
Rundpasse „Sprial- Pullover“
Für Herbst und Winter soll außerdem wieder ein Ärmelschal kommen. Eure Reaktion auf die Anleitung von 2024 war so eindeutig, dass für mich klar war: Davon braucht es mehr. Ob das auch als Sommervariante mit Lochmuster funktioniert? Da bin ich ehrlich unsicher. Mein Gefühl sagt mir, dass ein Lochmuster besser zu einem Bolero passt als zu einem Ärmelschal. Aber wenn ihr Ideen habt oder euch genau das wünscht, freue ich mich über euren Input.
Für mein Business bedeutet dieser Fokus vor allem eines: Ich weiß genau, wofür ich stehe. Ich entwerfe Häkelmode, die man anzieht. Nicht nur anschaut. Neu ist, dass ich das klarer ausspreche – und auch klarer sage, was ich nicht mache.
3. Tragbare Häkelmode: Messen, Denken und wirklich Verstehen
Wenn ich diesen Gedanken weiterspinne, lande ich irgendwann bei Kursen. Nicht, weil ich denke: „Das macht man jetzt halt so.“ Sondern weil ich merke: Meine Anleitungen leisten viel – aber sie können nicht alles leisten.
In meinen Anleitungen steht, was du tun sollst. Aber nicht, wie du es am eigenen Körper konkret machst.
Wir haben alle unterschiedliche Körperformen. Für die perfekte Passform müssen wir uns ausmessen. Aber genau das erkläre ich in meinen Anleitungen nicht genau:
Wie messe ich mich richtig aus?
Welche Maße sind überhaupt wichtig?
Und was fange ich dann mit diesen Zahlen an?
Wie passe ich eine Anleitung wirklich auf mich an?
In meinem Kopf gibt es dafür schon lange einen Kurs. Noch nicht fertig. Und das sage ich ganz bewusst so offen.
Meine Vorstellung ist ein gemeinsames Arbeiten an einem Pullover, der wirklich sitzt. Ohne Schnickschnack. Ohne komplizierte Konstruktionen. Ohne tolles Muster. Eine einfache Maschenart: halbe Stäbchen oder Stäbchen. Nicht, weil ich es mir leicht machen will, sondern weil der Fokus auf der Passform liegen soll.
Denn tragbare Häkelmode ist Kleidung, die man gern anzieht. Nicht steif wie eine Ritterrüstung. Nicht formlos wie ein Sack. Sondern etwas, das sich gut anfühlt, sich an den Körper schmiegt- und deshalb nicht im Schrank verschwindet.
Was hindert mich daran einen Kurs zu erstellen?
Gleichzeitig macht mir dieser Gedanke auch Angst. Nicht, weil ich mich nicht filmen will – das mache ich ja schon. Sondern weil ein Kurs mehr ist als einzelne Erklärungen.
Wie strukturiert man so etwas, damit ein roter Faden entsteht? Wie viel ist genug – und ab wann wird es zu viel? Und wie bringt man so einen Kurs überhaupt nach draußen?
Ich habe das alles schon einmal gespürt. Letztes Jahr habe ich angefangen, Videos für einen Kurs zu drehen – und dann wieder aufgehört. Aus Unsicherheit. Aus lauter Fragen im Kopf, ob das so richtig ist.
Wie wird es jetzt weitergehen?
In den letzten Monaten ist mir noch etwas anderes aufgefallen. Seit ich offener über Häkelpullover und Passformen spreche und klarer erkläre, was meine Anleitungen können – und was nicht –, merke ich, wie aufmerksam die Menschen zuhören. Ihr wollt also wissen, wie man einen passenden Pullover häkelt.
Und da wurde mir klar: Wenn jemand wirklich tiefer einsteigen will, reicht eine Anleitung irgendwann nicht mehr.
Ein Kurs wäre ein nächster Schritt. Einer mit Verantwortung. Einer, bei dem ich nicht nur entwerfe, sondern begleite, erkläre und Wissen weitergebe. Das macht mir Respekt. Ja, auch Angst. Aber es fühlt sich nicht falsch an. Es fühlt sich nach einem ehrlichen nächsten Schritt an – dann, wenn die Zeit dafür reif ist.
Du willst mich 2026 dabei begleiten, wie ich mein Motto umsetze?
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Mein Jahresrückblick 2025 ist für mich mehr als eine Liste von Ereignissen. Er ist ein bewusstes Innehalten. Ein Zurückschauen auf das, was im Alltag oft leise passiert: Entscheidungen, die Mut gebraucht haben. Umwege, Zweifel, kleine Siege – und Momente, die geblieben sind, obwohl sie auf keiner To-do-Liste standen. 2025 war genau so ein Jahr. Nicht laut, nicht spektakulär im klassischen Sinn, aber tief, bewegend und voller Entwicklung.
Wenn ich auf die letzten zwölf Monate schaue, sehe ich kein perfektes Bild. Ich sehe Wachstum mit Ecken und Kanten. Dinge, die Zeit gebraucht haben. Prozesse, die Kraft gekostet haben. Und viele kleine Schritte, die sich im Moment unscheinbar angefühlt haben und erst im Rückblick ihre Bedeutung zeigen. Es war ein Jahr zwischen Herzensprojekten und Verantwortung, zwischen Vorwärtsgehen und bewussten Pausen, zwischen Freude und Abschied. Ein Jahr, in dem sich vieles neu sortiert hat – innerlich wie äußerlich.
Dieser Rückblick nimmt dich mit hinter die Kulissen meines Alltags: dorthin, wo nicht alles glatt läuft, wo Entscheidungen reifen durften und wo ich gelernt habe, mir selbst mehr Raum zu geben. Es geht um Kreativität und Gesundheit, um Familie, um Tiere, um Neuanfänge – und um das Dranbleiben, auch wenn Ergebnisse auf sich warten lassen. Wenn du Lust auf ehrliche Einblicke und leise Erkenntnisse hast, dann lies weiter. 💛
Meine Themen und Highlights in 2025
Ich habe meinen Blog gestartet
2025 war für mich auch das Jahr, in dem ich mir endlich einen lang gehegten Wunsch erfüllt habe: Ich habe meinen eigenen Blog gestartet. Schon lange hatte ich damit geliebäugelt, viel Gutes darüber gehört und immer wieder überlegt, ob ich mich wirklich traue.
Bestärkt hat mich dabei Judith Peters – unsere gute Judith 😄 -, die auf ihrer Internetseite unfassbar viele hilfreiche und vor allem verständliche Tipps rund ums Bloggen teilt.
Ich habe mir ganz bewusst erst einmal die Sommerferien gegönnt. Gegen Ende, als wieder ein bisschen Luft da war, bin ich dann gestartet. Das eigentliche Aufsetzen des Blogs ging überraschend schnell. Nur das ganze rechtliche Gedöns mit Cookie-Banner & Co. hat deutlich mehr Zeit gefressen als gedacht.
Seitdem hangele ich mich von Blogbeitrag zu Blogbeitrag und kann kaum glauben, dass ich in diesem halben Jahr tatsächlich schon 10 Blogartikel veröffentlicht habe. Und ja – ich bin richtig stolz darauf. 🥹
Die Besucherzahlen wachsen langsam, aber stetig. Genau das motiviert mich enorm. Inhaltlich dreht sich auf meinem Blog alles ums Häkeln – und ganz besonders ums Häkeln von Pullovern. Denn dieser hartnäckige Mythos, dass man keinen „gescheiten“ Pullover häkeln kann, hält sich leider immer noch.
Dabei gibt es einfach ein paar wichtige Dinge zu beachten: die richtige Wolle, eine (ja, wirklich!) gemachte Maschenprobe und das Verständnis für typische Fallstricke. Genau dazu findest du schon jetzt jede Menge Mehrwert auf meinem Blog – und 2026 wird da definitiv noch einiges dazukommen.
Die magische 10 ist geknackt. Und das fühlt sich richtig gut an.
Meine Anleitungen 2025 – mit ganz viel Liebe gemacht
2025 war für mich kein Jahr der Masse, sondern eines der Sorgfalt. Ich habe nur wenige neue Anleitungen veröffentlicht – aber jede einzelne ist mit viel Zeit, Geduld und echter Begeisterung entstanden.
Anleitung zum Big Twirl Crochet Hat
Den Anfang machte der BigTwirl Crochet Hat: eine dickere, wintertaugliche Variante einer Mütze, die viele von euch schon kannten. Dieses Mal auf Deutsch und bewusst so aufgebaut, dass sie sich auch als Einstieg ins mehrfarbige Häkeln eignet. Auch wenn sich die Anleitung im Verkauf nicht so entwickelt hat, wie ich es mir erhofft hatte, bin ich inhaltlich vollkommen von ihr überzeugt. Das haben auch meine Tester:innen bestätigt – und dafür bin ich sehr dankbar.
Besonders im Kopf geblieben ist mir eine Followerin, die bisher nur Amigurumis gehäkelt hatte. Für diese Mütze hat sie sich zum ersten Mal an etwas Neues gewagt. Der erste Versuch war zu fest gehäkelt, die Maschenprobe passte nicht – also nochmal aufgeribbelt, nochmal angefangen. Am Ende hielt sie stolz ihre erste selbst gehäkelte Mütze in den Händen. Genau solche Momente sind der Grund, warum ich das hier mache💝.
Häkelanleitung zum Lace Muschel Cardigan
Danach durfte meine Community mitentscheiden, welches Muster als Nächstes in einen Cardigan verwandelt wird – gewonnen hat das Lace-Muschel-Muster. Ich habe mich bewusst für eine dünnere Wolle entschieden, und so ist ein leichter, luftiger Sommer-Cardigan entstanden: Der Lace Muschel Cardigan ist perfekt zum schnellen Überwerfen, elegant und angenehm zu tragen. Natürlich wieder flexibel anpassbar – sogar bei den Ärmeln kannst du entscheiden, ob du sie weiter oder körpernah arbeiten möchtest.
Häkelanleitung zum Lace Muschel Bolero
Im August folgte dann noch der Lace Muschel Bolero, begleitet von vielen engagierten Testerinnen und spürbarer Begeisterung. Besonders gerührt hat mich die Nachricht einer Kundin, die mir schrieb, dass sie den Bolero zu ihrer Hochzeit getragen hat. Da ging mir wirklich das Herz auf💝.
Ja, es waren nicht viele Anleitungen in diesem Jahr. Meine Zeit ist begrenzt, meine Gesundheit braucht Raum, und parallel ist mein Blog gewachsen, in den ebenfalls viel Energie fließt. Genau deshalb ist mir eines besonders wichtig: Meine Anleitungen sollen dich nicht allein lassen. Sie enthalten Maßtabellen, führen dich Schritt für Schritt durchs Projekt und helfen dir mit Fotos und Videos an kniffligen Stellen. Ich möchte dir zeigen: Du schaffst das. Und wer meine Anleitungen kennt, weiß genau das zu schätzen.
Unsere Hühner – ein Jahr voller Nähe, Sorge und Abschiede
2025 war für unsere Hühner – und damit auch für uns – ein sehr bewegtes Jahr. Sie sind längst nicht einfach „nur Tiere“, sondern ein fester Teil unseres Alltags und unseres Familienlebens. Mit ihnen haben wir gelacht, gestaunt, gehofft – und auch Abschied nehmen müssen.
Mutter- Henne Henriette mit ihren Küken im Sommer 2024
Es begann mit vielen kleinen, schönen Momenten: lustige Eigenarten, vertraute Rituale, dieses leise Gefühl von Ruhe, wenn man ihnen einfach eine Weile zuschaut. Unsere Hühner gehören zu uns, und genau deshalb trifft es uns auch so, wenn etwas nicht stimmt.
Unser Hahn Yeti
Ende April wurde es zum ersten Mal richtig schwer. Unser Hahn Yeti, den wir selbst großgezogen hatten, musste ausziehen. Er war eines der drei Küken, die Mama Henriette im Sommer 2024 ausgebrütet hatte – und wer schon einmal Küken von Anfang an begleitet hat, weiß, wie sehr man daran hängt. Yetis Krähen wurde auf Dauer für die Nachbarschaft zu laut. Für uns war aber klar: Wenn er geht, dann nur an einen richtig guten Ort. Wir hatten großes Glück. Eine Tierarzthelferin hat sich sofort in ihn verliebt und ihm ein liebevolles Zuhause bei ihren eigenen Hühnern gegeben. Zu wissen, dass er dort gut aufgehoben ist, hat den Abschied etwas leichter gemacht – auch wenn es trotzdem wehgetan hat.
Unser Huhn Glitzerwolke
Noch schwerer war der Verlust unserer kleinen Glitzerwolke im [?]. Sie war immer die flinkeste, frechste und gleichzeitig kleinste Henne. Wochenlang hatte sie immer wieder Probleme, zog sich zurück und baute sichtbar ab. Und doch war sie bis zuletzt sie selbst. Selbst als es ihr schon schlecht ging, hat sie morgens noch einmal all ihre Kraft zusammengenommen, wenn der Hahn meinte, er müsse sie jagen – und ist ihm entwischt. Irgendwann ging es einfach nicht mehr. Wir haben sie geschützt und separat gesetzt. Am nächsten Morgen war sie gestorben. Dieser Verlust hat uns sehr getroffen.
Unser Huhn Fidi Anfang 2025
Fast zeitgleich hatten wir große Sorge um Fidi (Ende Mai), die vermutlich Legenot hatte – ausgerechnet in einer Phase, in der unser Sohn schwer krank war und bei uns einfach alles zusammenkam. Mehr als sie zu isolieren und zu hoffen, konnten wir zunächst nicht tun. Zum Glück hat sie sich langsam erholt. Trotzdem haben wir seitdem das Gefühl, dass sie nicht mehr richtig sieht und insgesamt benachteiligter ist als die anderen.
Unsere Franzi im Sommer 2024
Im Juli baute auch unsere alte Franzi zunehmend ab. Sie saß nur noch im Schatten, fraß kaum noch. Eines Morgens lag sie tot im Stall. Vermutlich Altersschwäche. Von unseren ursprünglich fünf alten weißen Hennen ist heute nur noch Greta übrig. Sie legt wahrscheinlich keine Eier mehr – aber das ist uns völlig egal. Sie darf einfach da sein und ihr Leben genießen.
Unsere Frieda Anfang 2025
Dazwischen gab es auch echte Schreckmomente, wie den Unfall von Frieda, die bewusstlos war und uns große Angst gemacht hat – sich aber zum Glück vollständig erholt hat. Und dann war da noch die Einstallungspflicht (28. Oktober bis 9. Dezember 2025), in der mein Mann mit viel Einsatz improvisiert und gebaut hat, damit unsere Hühner trotz allem möglichst viel Platz hatten. Umso größer war die Freude, als diese Zeit endlich vorbei war und sie wieder draußen rumpicken konnten – selbst bei Kälte, Mauser und minus vier Grad an Weihnachten.
Unsere Hühner begleiten uns durch unseren Alltag. Sie bringen uns zum Lächeln, erden uns – und erinnern uns immer wieder daran, wie nah Freude, Verantwortung und Abschied beieinanderliegen. Und genau deshalb gehören sie zu unserer Familie.
Sommerurlaube – Abenteuer & ganz viel Familienzeit
Diesen Sommer hatten wir gleich zwei Urlaube – erst einen kurzen im Frühsommer und später dann unseren richtigen Sommerurlaub.
Im Juni waren wir für ein paar Tage in der Nähe von Kassel, bei der Sababurg. Eigentlich wollten wir uns die Burg anschauen, aber wegen einer Baustelle war das nur eingeschränkt möglich. Der Campingplatz selbst war eher unspektakulär, aber das war schnell vergessen: Die Kinder hatten sofort Anschluss gefunden – und damit war die Stimmung gerettet.
Ein echtes Highlight lag direkt nebenan: ein Schwimmbad mit Freibad. Genau zu der Zeit wurde es richtig heiß, und so war ein Badetag perfekt. Planschen, Abkühlung und dieses erste richtige Sommergefühl – das tat uns allen gut.
Am 20. Juni ging es dann statt zur Sababurg in den Tierpark Sababurg. Und das war rückblickend eine richtig gute Entscheidung. Der Park ist viel größer und schöner, als wir erwartet hatten. Besonders in Erinnerung geblieben sind die Pinguine: Wir saßen direkt am Wasser und haben den Kindern zugesehen, wie sie den Tieren fasziniert beim Tauchen zuschauten. Auch Steinböcke und verschiedene Hühnerrassen haben wir entdeckt – mit eigenen Hühnern achtet man da einfach genauer drauf. Die Wölfe hatten sich zwar gut versteckt, aber trotzdem steht fest: Da kommen wir gern noch mal wieder.
Tierpark Sababurg: meine Kinder beobachten die Pinguine
Ein paar Wochen später ging es dann in unseren Sommerurlaub nach Kalletal – wieder auf einen Campingplatz. Das Wetter zeigte sich von seiner abwechslungsreichen Seite: Am ersten Tag 30 Grad, danach ein ständiges Auf und Ab. Kaum angekommen, standen die Kinder schon komplett angezogen im See. Umziehen? Überbewertet. Zusammen mit ihrem Papa ging es aufs Tretboot, und auch an kühleren Tagen waren sie immer wieder im Wasser. Sommer eben.
Richtig schön war auch das Kinderanimationsprogramm. Meine Tochter probierte dort Schnuppertauchen aus – und war so begeistert, dass sie eine Woche später direkt noch einmal teilnahm. Außerdem bauten die Kinder gemeinsam ein Floß aus Tonnen und fuhren damit über den See. Nicht ihr größtes Highlight, aber man kann ja nicht alles lieben 😉 Mein Sohn war vor allem bei den Spielaktionen voll dabei und ernannte sich kurzerhand selbst zum „Seilbahn-Beauftragten“, der dafür sorgte, dass alles wieder an seinen Platz kam. Er hatte sichtlich Spaß an dieser Aufgabe.
Meine Tochter beim Schnuppertauchen
Natürlich haben wir auch Ausflüge gemacht: Städte angeschaut, unfassbar guten Döner gegessen (wirklich der beste – wir waren zweimal dort 😅) und ein Bergwerk besichtigt. Dort haben wir ordentlich gefroren, weil wir viel zu luftig angezogen waren. Aber immerhin: Es war ein Regentag, also im Nachhinein gar nicht so schlecht geplant.
Besonders schön war auch der Besuch der Fürstlichen Hofreitschule in Bückeburg – die einzige ihrer Art in Deutschland. Das Training live zu sehen, war für meine pferdebegeisterte Tochter ein echtes Highlight. Im Hubschraubermuseum kam dann mein Sohn voll auf seine Kosten: Technik, Details und Hubschrauber ohne Ende.
Auch wenn das Wetter nicht immer perfekt war, waren es zwei richtig schöne Urlaube. Keine Fernreisen, kein Luxus – dafür viel gemeinsame Zeit, viele kleine Erlebnisse, Lachen, Frieren, Schwitzen und Erinnerungen, die bleiben. Genau so fühlt sich Urlaub für uns richtig an.
Was mir 2025 gutgetan hat
Meine Gesundheit hat mich 2025 stark begleitet. Wer mir schon länger folgt, kennt das vielleicht: Kopfschmerzen, Nacken- und Schulterschmerzen und jedes Jahr aufs Neue meine Allergien. Vor allem die Kombination aus Hausstaub- und Gräserallergie macht mir das Leben nicht gerade leicht. Eine Hypodesensibilisierung habe ich bereits hinter mir – leider ohne den erhofften großen Erfolg. Also habe ich mich auch dieses Jahr weiter auf den Weg gemacht und nach anderen Möglichkeiten gesucht, mir selbst etwas Gutes zu tun.
Ein wichtiger Schritt war mehr Bewegung im Alltag. Ich habe mir eine Schrittzähleruhr gekauft und laufe seitdem an mindestens fünf Tagen pro Woche etwa 45 Minuten meine Lieblingsstrecke. Die geht ordentlich bergauf und bringt mich gut aus der Puste – und nein, ich jogge nicht 😄 Ich laufe zügig, so wie jemand, der dringend noch einen Termin erreichen muss. Mit moderatem Puls, aber konsequent. Mein Ziel sind 7.000 Schritte pro Tag, und ich merke deutlich, wie gut mir diese Routine tut – körperlich und mental.
Ich bei meinem morgentlichem Lauf
Gleichzeitig habe ich festgestellt, dass klassisches Hanteltraining für mich nicht das gebracht hat, was ich mir erhofft hatte. Meine Nackenschmerzen wurden dadurch nicht besser. Also habe ich umgestellt: Jetzt mache ich ein- bis zweimal pro Woche etwa 30 Minuten moderates Muskeltraining für den ganzen Körper. Ich stehe damit noch am Anfang, habe aber das Gefühl, dass diese Form besser zu mir und meinem Alltag passt.
Ein weiteres großes Thema waren für mich Mikronährstoffe. Ich habe mich intensiver damit beschäftigt und gemerkt, dass ich nicht immer optimal versorgt bin. Meine Vitamin-D-Werte habe ich bestimmen lassen, weiß also, wo ich stand – und nehme seitdem wieder Vitamin D. Das macht für mich spürbar einen Unterschied: Ich fühle mich insgesamt stabiler. Zusätzlich achte ich auf Magnesium, vor allem weil ich viel in Bewegung bin und Stress sich bei mir schnell im Nacken festsetzt. Für meine Allergie habe ich außerdem ein Präparat ausprobiert, das einen Ballaststoff enthält, der auch in Äpfeln vorkommt und unterstützend wirken soll.
Ich gehe dabei bewusst vorsichtig vor. Durch mein Studium der Lebensmitteltechnologie und meine Ausbildung als Chemielaborantin habe ich ein Grundverständnis – trotzdem bin ich keine Expertin. Ich beobachte, teste und höre auf meinen Körper.
Neu dazugekommen ist dieses Jahr die Buteyko-Atmung. Ich setze sie nicht perfekt um, aber einige Elemente sind inzwischen fest in meinem Alltag verankert. Ja, dazu gehört auch das nächtliche Mundzukleben – klingt für viele erst mal ziemlich spooky 😅 Ich habe aber den Eindruck, dass es mir hilft, gerade auch in Bezug auf meine Allergie. Tagsüber atme ich fast ausschließlich durch die Nase, und das klappt inzwischen überraschend gut. Die sogenannte Nase-frei-Übung mache ich regelmäßig beim Laufen – und sie hilft mir in akuten Momenten wirklich.
Für 2026 habe ich mir vorgenommen, das Thema weiter zu vertiefen und zum Beispiel Omega-3-Fettsäuren auszuprobieren. Sie wirken entzündungshemmend und könnten sich positiv auf meine Verspannungen auswirken. Ich werde beobachten, und gegebenenfalls anpassen und schaue, was mir wirklich guttut.
Dieses Jahr gab es auch Tage, an denen ich kaum leistungsfähig war: müde, energielos, einfach nicht „funktioniert“. Umso mehr freue ich mich über Tage wie heute. Hochnebel, kaum Sonne – und trotzdem fühle ich mich fit, wach und voller Energie. Ob es das Laufen ist, das Vitamin D oder die Kombination aus allem? Ich weiß es nicht genau. Aber ich bleibe dran.
Und vielleicht können meine Erfahrungen auch anderen helfen. Denn Allergien sowie Nacken- und Schulterschmerzen sind Themen, mit denen viele zu kämpfen haben. Ich werde das auch in Zukunft immer wieder aufgreifen – ehrlich, persönlich und ohne Heilsversprechen. So, wie es für mich passt.
Weitere schöne und besondere Momente in 2025
Fahrradtour im Sommer mit der FamilieFamilientour im dem FahrradTierpark Sababurg: KanarienvogelAm Fuldaer Weihnachtsmarkt 2025Mit der Familie am WeihnachtsmarktMeine Tochter mit unserer neuen KatzeMein Sohn bei den Hühnern im GehegeVater und Sohn bestaunen die Harley von meinem Onkel
Mein 2025-Fazit
Worauf bin ich 2025 stolz?
Drei neue Anleitungen veröffentlicht – genau nach meinen eigenen Qualitätskriterien. Umfangreich, durchdacht, ohne Rätselraten. Das war viel Arbeit, aber sie hat sich richtig angefühlt💪🏻.
Mein Gesundheitsthema aktiv angegangen, statt es weiter vor mir herzuschieben. Mehr Bewegung, neue Routinen, neue Wege – und vor allem das Gefühl, dass es mir Schritt für Schritt besser geht.
Meinen Französisch-Streak auf Duolingo gehalten und sogar ausgebaut. Drangeblieben, auch an den Tagen, an denen man eigentlich keine Lust hat. Chaka! 💥 (Jetzt fehlt nur noch: reden. Aber auch das kommt.) Ein Familienabo gestartet, bei dem meine Kinder jetzt fleißig Englisch lernen. Macht mich ehrlich gesagt ziemlich stolz – und fühlt sich richtig gut an
Geschäftlich wieder ein Stück gewachsen. Mein Umsatz ist auch dieses Jahr gestiegen. Kein „Davon lebe ich im Luxus“, aber ein klares: Es geht in die richtige Richtung.
Was waren die besten Entscheidungen 2025?
Ich habe angefangen, bewusst in meine Gesundheit zu investieren – und nicht mehr alles nur ins Business zu stecken.
Ich habe mir ehrlich eingestanden: Mir muss es gut gehen, damit überhaupt etwas vorwärtsgehen kann. Ohne Kraft, ohne innere Stabilität bringt auch das beste Business nichts.
Gegen Ende des Jahres habe ich mich entschieden, mir Unterstützung im Business zu holen. Konkret: Ich arbeite mit zwei Coaches zusammen, die mich dabei begleiten, auf Social Media sichtbarer zu werden – damit mein kleines Unternehmen wachsen kann und nicht länger im Stillen bleibt.
Ich habe aufgehört, alleine herumzuwurschteln, obwohl mir klar war: Davon kann ich im Moment noch nicht leben. Stattdessen habe ich mir erlaubt, Hilfe anzunehmen und Dinge gemeinsam anzugehen.
Was habe ich 2025 über mich selbst gelernt?
Dass ich sehr lange durchhalten kann, auch dann, wenn Ergebnisse auf sich warten lassen und sich erst einmal nichts sichtbar bewegt.
Dass ich viele Dinge lange mit mir selbst ausmache, sie im Kopf hin- und herdrehe, bevor ich sie wirklich angehe oder nach außen bringe.
Dass mir Struktur und Klarheit guttun – nicht nur im Business, sondern auch für meine Gesundheit und mein inneres Gleichgewicht.
Dass ich mehr schaffe, wenn ich nicht nur funktioniere, sondern mir erlaube, auf mich zu achten und Pausen ernst zu nehmen.
Erste Male: Das habe ich 2025 zum ersten Mal gemacht.
Ich habe meinen Blog gestartet – endlich. Nicht perfekt, nicht bis ins Letzte durchdacht, sondern einfach begonnen.
Ich habe aufgehört, nur darum herumzuschleichen, zu planen und zu zweifeln, und habe es stattdessen wirklich gemacht.
Ich habe mir bewusst ein zweites Standbein neben Social Media aufgebaut, etwas Eigenes, das mir mehr Freiheit und Sicherheit gibt.
Ich habe mir erlaubt, mir ein weiteres Leben außerhalb von Instagram zu schaffen – mit mehr Raum, Tiefe und Unabhängigkeit.
Welche wichtigen Lektionen hat mir 2025 mitgegeben?
Gesundheit ist keine Nebensache. Wenn der Akku leer ist, hilft es auch nichts, das Business immer weiter zu pushen.
Nur zu arbeiten bringt nichts, wenn ich dabei meine eigene Kraft ignoriere und ständig über meine Grenzen gehe.
Hilfe anzunehmen ist kein Scheitern, sondern ein Schritt nach vorne – und oft der Moment, in dem sich wirklich etwas bewegt.
Kleine, kontinuierliche Veränderungen wirken mehr als kurzfristige Extremaktionen, die viel versprechen, aber wenig tragen.
Wofür bin ich 2025 besonders dankbar?
Dafür, dass ich meine Gesundheit aktiv angegangen bin und nicht länger nur darüber nachgedacht habe.
Für 7–8 Kilo weniger – und dafür, dass sie immer noch weg sind. Vor allem aber für mehr Energie und ein deutlich besseres Körpergefühl.
Dafür, dass ich heute anders esse als früher: deutlich mehr Gemüse – und dass ich inzwischen weiß, wie gut es mir schmeckt.
Für unsere grundsätzlich gesunde Familie. Das ist nichts Selbstverständliches, und ich weiß das sehr zu schätzen.
Dafür, dass mein Sohn bei den Hausaufgaben riesige Fortschritte gemacht hat und wieder mehr Vertrauen in sich selbst gewonnen hat.
Dafür, dass er sein Seepferdchen geschafft hat – ein kleiner Aufnäher mit großer Bedeutung.
Dafür, dass meine Tochter mit Hilfe unserer lieben Nachbarin Inge ihr Bronze-Abzeichen gemacht hat.
Für all diese kleinen und großen Entwicklungsschritte meiner Kinder, die mich jeden Tag stolz und dankbar machen.
Was ist 2025 richtig gut gelaufen?
Ich habe abgenommen und bin wieder klar im Normalbereich. Vor allem aber fühle ich mich körperlich wieder stabiler.
Ich fühle mich deutlich besser als noch zu Jahresbeginn – mit mehr Energie und einem besseren Gefühl für meinen Körper.
Meine Kinder haben persönliche Erfolge erzielt und sind gewachsen, jedes auf seine eigene Weise.
Mein Umsatz ist gestiegen, auch wenn die aktuellen Ausgaben das noch auffangen – es bewegt sich etwas, und das zählt.
Was waren meine größten Herausforderungen 2025?
Meine eigene Gesundheit wirklich stabil in den Griff zu bekommen – nicht nur kurzfristig, sondern so, dass sie mich im Alltag trägt.
Die Gesundheit meiner Kinder bestmöglich zu begleiten, aufmerksam zu bleiben und da zu sein, auch wenn es manchmal Kraft kostet.
Mein Business weiterzuführen, obwohl es finanziell noch kein Haupteinkommen ist – und trotzdem dranzubleiben.
Mit dem Wunsch umzugehen, dass aus meinem Herzensprojekt irgendwann ein echter Beruf wird, ohne mich selbst unter Druck zu setzen oder die Freude daran zu verlieren.
Was lasse ich im Jahr 2025 zurück?
Das Gefühl, alles alleine schaffen zu müssen.
Dauerhaftes Funktionieren auf Kosten meiner Gesundheit.
Das schlechte Gewissen, wenn ich Zeit in mich investiere und nicht ausschließlich ins Business.
Den Gedanken, dass es „schon irgendwie gehen muss“, obwohl sich innerlich längst zeigt, dass es so nicht gut ist.
Mein 2025 in Zahlen
Aktueller Stand meiner Instagram-Follower: 821 (Stand 27.12.25)
Mein Instagram Account im Dezember 2025
Aktueller Stand meiner YouTube-Fans: 1810
Webseiten-Besucher in 2025: 3.571 (seit 01.07.25)
Veröffentlichte Blogartikel: 10
Anzahl Newsletter-Abonnenten: 25
Anzahl meiner Häkel- und Strickanleitungen insgesamt: 34
Gelaufene Kilometer: 461 km (seit Juli 2025) und 33,6 Stunden.
Duolingo-Score
Meine Erfolge auf Duolingo
Mein Ausblick auf 2026
Was ich 2026 besser mache
2026 soll für mich ein Jahr werden, in dem ich häkelbegeisterte Frauen noch gezielter unterstütze – und zwar über klassische Häkelanleitungen hinaus. Dieses Jahr habe ich immer deutlicher gesehen, wo viele Häklerinnen wirklich kämpfen:
Pullover sitzen nicht richtig, tragen auf, haben zu viel Stoff unter den Achseln oder sehen am Ende eher aus wie ein Sack als wie ein Lieblingsstück. Und das hat nichts damit zu tun, dass sie „nicht gut genug häkeln“.
Was ich 2026 anders machen will:
Ich möchte viel tiefer ins Thema Passform bei Häkelpullovern für Damen einsteigen.
Ich will nicht nur zeigen, wie man häkelt, sondern erklären, warum Dinge schiefgehen – und wie man sie von Anfang an vermeiden kann.
Ich möchte verständlich machen, welche Maße wirklich wichtig sind, wo man sie nimmt – und welche man sich getrost sparen kann.
Ich will zeigen, woher Probleme wie zu viel Stoff unter den Achseln kommen und was man ganz konkret dagegen tun kann.
Kurz gesagt: Ich möchte euch noch besser dabei unterstützen, Häkelpullover zu machen, die nicht nur fertig werden – sondern die ihr auch wirklich gern tragt.
Meine 7 Ziele für 2026
Mein Motto für 2026 heißt: Häkelpullover, die wirklich passen.
Weiterhin die Gesundheit meiner Familie und mir selber optimieren
Meinen Instagram-Account weiter aufbauen und mindestens 2.000 Follower:innen erreichen.
Drei Monate in Folge mindestens 500 € Umsatz erzielen – gern mehr.
Ein klares Konzept rund um Passform bei Häkelpullovern entwickeln.
Einen Bolero und einen Ärmelschal als neue Anleitung veröffentlichen.
Endlich wieder eine Rundpasse-Anleitung veröffentlichen (ja, ich liebe Rundpassen einfach).
Mich selbst dabei nicht verlieren: Qualität vor Quantität, auch wenn es länger dauert.
Du machst keine Maschenprobe? Dann solltest du wissen, welche 7 unterschätzten Konsequenzen das für deinen Häkelpulli haben kann 😬🧶. Viele überspringen die Maschenprobe, weil sie „nur schnell loshäkeln“ wollen oder denken, dass es schon irgendwie passen wird. Aber nein – die Maschenprobe entscheidet über Passform, Fall, Komfort und am Ende darüber, ob du deinen Pullover liebst oder frustriert in die Ecke wirfst. Und genau deshalb schauen wir uns heute an, was wirklich passiert, wenn du sie weglässt.
Dir geht die Wolle aus
Vielleicht wunderst du dich jetzt: „Hä? Wieso sollte mir denn bitte die Wolle ausgehen? 🧶😳“ Naja… das passiert schneller, als du denkt – nämlich dann, wenn du keine Maschenprobe machst und einfach drauflos häkelst. Wenn du also jemand bist wie ich, der in der Anleitung liest: „Du brauchst 10 Knäuel“, und dann sicherheitshalber 11 kaufst – ja, dann kann es trotzdem passieren, dass dir die Wolle ausgeht. ❌ Nicht, weil du falsch gezählt hast. Sondern weil die Ausgangslage nicht stimmt.
Denn: Der Garnverbrauch in einer Anleitung ist kein Ratespiel 🎯. Den rechne ich als Designerin sauber aus. Ich schaue mir eine bestimmte Fläche meines Pullovers an 📏, wiege dieses Stück ⚖️, prüfe die Lauflänge der Wolle 🧶 und kann so berechnen, wie viel Garn man für den ganzen Pullover braucht. Das ist tatsächlich pure Mathematik – Flächenberechnung, Gewicht, Dreisatz ✨. Klingt trocken, ist aber super exakt. Und die Basis dafür ist immer die Maschenprobe. ✅
Wenn du lockerer oder fester häkelst als ich, verändert sich automatisch dein Garnverbrauch 🧶. Häkelst du fester, brauchst du oft mehr Garn, weil dein Werk dadurch dichter und kompakter wird, du aber trotzdem z. B. die gleiche Ärmellänge erreichen willst 📏. Häkelst du sehr locker, kann der Verbrauch ebenfalls abweichen – je nach Muster sogar überraschend stark 😅. Und genau deshalb passiert es: Du folgst brav der Anleitung… und am Ende ist dein letztes Knäuel leer, während der Ärmel noch zur Hälfte fehlt ❌. Alles nur, weil vorher keine Maschenprobe gemacht wurde.
Dein Pulli wird zu klein
Jetzt kommen wir zu einer der häufigsten und gleichzeitig frustrierendsten Folgen: Dein Pulli wird einfach zu klein 😬. Und zwar immer dann, wenn du fester häkelst als die Maschenprobe vorgibt 🧶. Viele sagen dann gern so Sätze wie: „Ach komm, eine Masche hin oder her macht doch keinen Unterschied.“ Doch – macht es. Einen gewaltigen sogar ⚡. Ich hab’s dir mal kurz vorgerechnet: Wenn die Anleitung von 22 Maschen auf 10 cm ausgeht, du aber in Wirklichkeit 23 Maschen auf 10 cm häkelst, schrumpft dein Brustumfang mal eben von 95 cm auf knapp 91 cm 📏. Das sind 4 cm weniger – und das spürst du spätestens dann, wenn du den Pulli anziehen willst.
Und genau da wird’s unangenehm 😬. Der Halsausschnitt wird zu eng, die Ärmel schneiden in der Achsel ein, und an der Brust sitzt das Teil so fest, dass du dich eher wie eine Presswurst fühlst 🥴, statt wie jemand in einem schönen, selbstgemachten Pullover 🧶✨. Das ist kein Zauberwerk, kein Geheimnis und schon gar kein Fehler in der Anleitung – das ist einfach reine Mathematik 📏. Und je größer das Projekt ist, desto stärker wirken solche Abweichungen. Bei einer Handstulpe fällt eine Masche Unterschied kaum auf 🙃. Aber bei einem Pullover? Da kann die Folge tatsächlich sein, dass dein Pulli 2 Nummern kleiner wird. 😅
Je fester du häkelst, desto größer ist auch die Wahrscheinlichkeit, dass der Pulli steif wird 🪡. Das hängt natürlich ein bisschen vom Garn ab und wie extrem du von der ursprünglichen Maschenprobe abweichst 🧶. Aber das Risiko ist immer da ⚠️. Und genau deshalb liebe ich Mathe so sehr 📏 – man kann sich alles vorher ausrechnen und spart sich später die Tränen 😅. Oder das Gefummel, sich aus einem zu engen Halsausschnitt zu befreien 🫣.
Dein Pulli wird zu groß
Ein zu großer Pulli entsteht, wenn du weniger Maschen pro 10 cm häkelst, als die Maschenprobe vorgibt 🧶. Das bedeutet: Du häkelst lockerer – und das macht sich sofort in den Maßen bemerkbar 📏. Nehmen wir wieder das Beispiel mit einem Brustumfang von 95 cm und einer Vorgabe von 22 Maschen auf 10 cm. Kommst du aber nur auf 21 Maschen auf 10 cm, wird dein Pulli bereits deutlich weiter ➕. Denn die eigentlich vorgesehenen 209 Maschen ergeben bei deiner lockereren Maschenprobe plötzlich 4,5 cm mehr Umfang. Das kann schon einen riesigen Unterschied machen 😅.
Und wenn man das Ganze weiterdenkt, wird’s richtig heftig 😳: Bei 3 Maschen weniger (also 19 statt 22 pro 10 cm) wächst dein Pulli sogar auf über 110 cm Brustumfang 📏. Das ist dann nicht mehr „leicht oversize“ – das ist „passt jetzt deinem Ehemann“ 😯. Und ja: Durch lockeres Häkeln kann dein Oberteil sogar einen schöneren Fall bekommen ✨.
Aber Fakt bleibt: Er wird zu groß ⚠️. Egal wie traumhaft der Fall ist – wenn deine Maschenprobe zu locker ist, wird das Teil größer, als die Anleitung vorsieht.
Der Pulli wird zu löchrig
Wenn du zu locker häkelst, wird dein Pullover… na ja, löchriger. Klar, Häkelmaschen haben ohnehin ein bisschen Luft zwischen sich, aber wenn du es übertreibst, wird dein Pulli plötzlich richtig luftig. Im Sommer vielleicht ganz nett – fast schon Strandfeeling 🌴😎 – aber eigentlich häkelst du ja nach Anleitung, weil du willst, dass dein Pullover so aussieht wie auf dem Foto. Und häkelst du zu locker, dann sieht er am Ende einfach anders aus. Vielleicht schön, vielleicht nicht, aber definitiv nicht wie dein Wunschpullover. Also: Zu locker gehäkelt = mehr Löcher = anderer Look. Punkt. ✨
Dein Pulli wird zu steif
Dass dein Pulli zu steif wird, kann zwei Hauptgründe haben: Du häkelst zu fest – oder du hast einfach das falsche Garn erwischt. Gerade sehr dicke Garne oder bestimmte Baumwollgarne (die eher für Topflappen, Körbchen oder Deko gedacht sind) machen Kleidung schnell hart und unbeweglich. ABER: Solche Garne kann man durchaus „retten“ – nämlich mit großen Maschen und viel Lochmuster.
Genau so ist damals auch meine Lace-Muschel-Weste entstanden 😅. Die Wolle war für einen Pullover völlig ungeeignet, aber im luftigen Muschel- Muster hatte sie plötzlich einen richtig schönen Look. Falls du also noch so einen Knäuel-Dauerparker 🧶 bei dir rumliegen hast, der seit Monaten (oder Jahren…) auf DAS perfekte Projekt wartet – versuche dich mal an der Lace- Muschel- Weste!
Wenn du Kleidung häkelst, brauchst du nämlich ein Garn, das einen schönen Fall hat, sich gut bewegt und nicht bretthart wird beim Häkeln. Und falls du wissen willst, wie man solche Garne erkennt: Dazu habe ich einen eigenen Blogartikel („Diese Wolle ruiniert deinen Häkelpullover“) geschrieben – da erkläre ich ganz genau, worauf du achten musst. 👉✨
Du erkennst viel zu spät, dass du die falsche Wolle gewählt hast 😅🧶
Wenn du einen Pullover häkelst und vorher eine Maschenprobe machst (ja, ich weiß… niemand mag sie, aber sie ist Gold wert! 😉), dann bekommst du schon einen ersten Eindruck davon, ob das Garn überhaupt zu deinem Projekt passt. Du siehst sofort, wie das Muster mit genau diesem Garn wirkt. Manche Garne lassen Strukturmuster perfekt herauskommen – z. B. glatte Merino-Garne ✨. Und andere, wie flauschige Alpakagarne, verwischen jedes Muster. Das kann super sein, wenn du genau diesen soften, verwischten Look willst. Wenn du aber schön definierte Maschen möchtest, ist Flausch halt einfach der Endgegner. Das erkennst du alles schon an der kleinen Maschenprobe. 👀
Die Maschenprobe zeigt dir aber noch viel mehr als nur Optik: Du siehst auch, ob du damit überhaupt auf die benötigte Maschenprobe kommst. Ich hatte schon ein Garn, da hätte ich so fest häkeln müssen, um die Maschenprobe zu erreichen, dass das ganze Stück später bretthart geworden wäre. 🙈 Also: anderes Projekt daraus gemacht – Problem gelöst. Genau das ist deine erste Mini-Vorschau darauf, wie dein späterer Pullover fällt, wie weich er wird und ob das Garn überhaupt zum Design passt.
Und dann gibt es noch den Gefühlstest. Die Maschenprobe ist perfekt dafür. Viele halten sie an die empfindliche Stelle am Handgelenk oder direkt an den Hals, wenn sie wissen, dass sie dort sensibel sind. Wenn’s kratzt, piekst oder sich einfach nicht gut anfühlt, weißt du sofort: „Okay, für einen Pullover ist dieses Garn raus.“ 🙅♀️ Ich hab mir früher mal einen Schal aus reiner Alpaka-Wolle gestrickt (weil: hat sich so weich angefühlt 😍) – und er hat mich ständig gepiekst. Seitdem teste ich vorher IMMER.
Wenn du keine Maschenprobe machst, wird dein Pullover selbst zur Maschenprobe 🤭🧶
Es gibt tatsächlich ein Prinzip, bei dem du keine Maschenprobe machst – der Pullover selbst ist dann deine Maschenprobe. Das funktioniert bei Strickpullis erstaunlich gut, und ich habe schon öfter überlegt, ob man das beim Häkeln auch übertragen kann. Der Haken: Du musst bereit sein, wieder aufzuribbeln. Und das geht wirklich nur, wenn du ein Garn verwendest, das sich leicht auftrennen lässt. Flauschige oder sehr alpaka-mäßige Garne sind da eher die Endgegner 🥲 – die kletten sich fest und machen jeden Rückweg schwer. Glatte Garne sind für dieses Prinzip viel besser geeignet.
Wenn du also ohne Maschenprobe loshäkelst, brauchst du Hintergrund-Wissen und musst zwischendurch ständig anprobieren. 🫣 Sonst häkelst du blind nach irgendeiner Anleitung und hast am Ende zwar einen Pullover – aber vielleicht einen, der aussieht wie eine Zeltplane oder wie ein hautenges Kompressionsshirt. Alle Konsequenzen, die ich vorher erwähnt habe, treffen dann natürlich zu: falsche Größe, falscher Fall, falsches Gefühl auf der Haut… außer du probierst ständig an und ribbelst wieder und wieder und wieder. Und ja, das kann nerven, aber es kann funktionieren.
Ich überlege wirklich, dieses Konzept mal ganz bewusst zu testen – also einen Häkelpullover ohne Maschenprobe zu häkeln und zu schauen, ob dieses Strick-Prinzip auch mit Häkelmaschen funktioniert. Mich würde total interessieren, ob du darauf Lust hättest! 🤩 Schreib mir unbedingt einen Kommentar, ob du dazu eine Anleitung möchtest – oder noch besser: einen Kurs, bei dem ich dich Schritt für Schritt an die Hand nehme. Natürlich erst, nachdem ich selbst gründlich getestet habe, ob das zuverlässig klappt. Keine Sorge: Deine Daten im Kommentarbereich sehe nur ich – und ich mache damit rein gar nichts. 💛
Ohne Maschenprobe wird’s ein Glücksspiel – und selten ein Hauptgewinn 🎰🧶
Wenn du dir die sieben Konsequenzen so anschaust, wird schnell klar: Eine Maschenprobe ist nicht dein Feind, sondern deine kleine Geheimwaffe 💪🧶. Sie zeigt dir vorher, wie dein Garn fällt, ob es kratzt, ob das Muster überhaupt sichtbar ist und ob dein Pullover später wirklich passt. Du sparst dir damit unnötiges Aufribbeln, Frust und Zeit – und bekommst am Ende ein Teil, das du wirklich gern trägst. Also lieber ein paar Minuten in die Maschenprobe investieren, statt später stundenlang die Konsequenzen auszubaden 😉💛.
Einführung: Warum ich häkle – und warum ich nicht mehr damit aufhören kann
Wenn ich heute an alle meine selbstgehäkelten Pullover denke, dann wirkt es fast, als hätte es schon immer so sein sollen. Als wäre Häkeln einfach „mein Ding“.
Nur… war nicht immer so.
Meine Liebe zum Häkeln war keine dieser filmreifen „Liebe auf den ersten Blick“-Geschichten. Eher eine auf-den-zweiten-Blick-und-mit-einigen-Umwegen-Geschichte. So eine Art Liebesgeschichte, bei der man im Rückblick schmunzeln muss, weil der Anfang… nun ja … sagen wir einfach „experimentell“ war.
Genau das möchte ich erzählen: Warum ich so verrückt nach dem Häkeln bin, wie mich dieses Handwerk durch Schwangerschaft, Babychaos und kleine Pannen begleitet hat und wie daraus irgendwann – fast heimlich – maßgeschneiderte (besser maßgehäkelt 🤣) Häkelpullover für Frauen entstanden sind.
Wie alles begann: Zwischen Berufsverbot und Babybauch
Als ich mit meiner Tochter schwanger war, arbeitete ich als Laborantin – bis mir wegen der Chemikalien ein Berufsverbot erteilt wurde. Chemikalien und Babybäuche passen einfach nicht zusammen.
Plötzlich hatte ich Zeit. Viel Zeit. Eine Art unfreiwillige Pause, in der man erst nicht weiß, wohin mit sich.
Und genau da passierte es. Ich griff zur Häkelnadel.
Zum ersten Mal nicht „einfach nur mal so“ wie früher an kranken Tagen, als ich irgendwo im Internet grausige Anleitungen fand und nicht verstand, warum Stäbchen und halbe Stäbchen nicht das gleiche sind🤷🏻♀️. Sondern diesmal richtig.
Mit Buch. Mit System. Mit ehrlichem Willen, es zu lernen.
Und ich sog alles auf wie ein Schwamm.
Das einzige Chaos, das mich in dieser Zeit begleitete, war das Gefühlschaos – und das Babychaos im Bauch. Aber das Häkeln? Das war mein Anker. Mein ruhiges „Ich mache jetzt etwas für mich“.
Mein erster Pullover – und die Wahrheit über Baumwolle
Natürlich war eines meiner ersten Projekte ein Pullover für meine Tochter.
Ich war stolz wie ein Kind, das zum ersten Mal Fahrrad fährt.
Nur leider… nahm ich viel zu dicke Baumwolle.
Der Pullover wirkte steif, nicht so weich wie erhofft. Aber an Kleinkindern sieht irgendwie alles süß aus, also habe ich ihn gefeiert wie ein kleines Meisterwerk.
Das ist bisher das einzige Bild, was ich von meinem ersten Häkelpullover gefunden habe. Vielleicht finde ich noch eins in besserer Qualität ☺️
In der zweiten Schwangerschaft häkelte ich das Pullover- Modell nochmal für meine beiden Kinder- diesmal mit dünnerer Baumwolle. Und da kam er: mein erster Aha-Moment.
Sind sie nicht niedlich – die Zwei?!!💕
Die Wahl der Wolle ist wichtig. Nicht kompliziert, nicht übertrieben – einfach unverzichtbar.
Zwei Cardigans, zwei Fehler – und zwei wichtige Erkenntnisse
Während ich schwanger mit meinem Sohn war, wollte ich endlich auch mal etwas für mich häkeln.
Fehler Nummer 1: Ich nahm super dünne Wolle. Fehler Nummer 2: Ich häkelte stur nach Größe M. (Weil ich im Laden ja auch M kaufe…)
Das Ergebnis?
Bei meiner ersten Jacke zog sich das Projekt ewig hin, was an der extrem dünnen Wolle lag. Beim Häkeln merkte ich außerdem, dass die Ärmelnaht von der Achsel bis zum Bündchen komplett zusammen genäht werden musste. Heute weiß ich, wie das auch nahtlos funktioniert.
Am Ende des Jacken- Projektes stellte ich zudem fest, dass meine Jacke viel zu viel Stoff unter den Achseln hatte, wodurch sie beim Tragen unförmig aussieht.
Meine erste Häkeljacke: Unperfekt, aber ich lieb sie trotzdem ☺️
Die zweite Jacke war dagegen schon nach drei Monaten fertig. Sie entstand sogar vor der ersten, denn diesmal hatte ich die bessere, anfängerfreundlichere Wahl getroffen: dickere Wolle. Das Ergebnis war gemischt – im Brustbereich passte sie, doch über dem Bauch spannte sie, und an den Schultern saß er nicht richtig. Heute weiß ich genau, wie ich diese Probleme hätte vermeiden können.
Ich war trotzdem stolz. Stolz darauf, dass ich überhaupt etwas erschaffen hatte. Und du kennst dieses Gefühl vielleicht: Das erste Kleidungsstück, das nicht perfekt ist, aber deins.
Der Wendepunkt: Stricken (und was es mich über Passform lehrte)
Irgendwann – meine Tochter war inzwischen geboren – wollte ich doch mal Stricken ausprobieren.
„Moment… meine Schulterbreite ist Größe S, meine Brust M und die Hüfte L?! Kann das sein?“
In einem Forum fragte ich nach – und wurde an Monica Leoid (knittinginspaceships)verwiesen. Sie ist eine Expertin für maßgeschneiderte Strickpullover, gibt Workshops auf Festivals und beantwortete meine Frage so gelassen, dass ich lachen musste:
„Ja. Das ist ganz normal.“
Und da war er. Mein zweiter Aha-Moment:
Ein Körper richtet sich nicht nach Größentabellen. Also sollte ein Pullover das auch nicht tun.
Diese Erkenntnis hat alles verändert.
Vom Strickwissen zum Häkelwissen – und der große „Wow“-Moment
Später besorgte ich mir ein amerikanisches Buch über perfekt sitzende Strickpullover. Nach Wochen kam es endlich an, und ich las es von Anfang bis Ende wie einen Roman.
Und ich wusste: Das will ich für meine Häkelpullover auch.
Natürlich musste ich vieles anpassen – Häkelmaschen haben andere Höhen, andere Breiten, andere Eigenheiten. Aber die Grundlagen für Passform? Die gelten überall.
Ich las mehr Bücher. Ich lernte über Wolle – welche Fasern atmen und welche sich für Pullover, Mützen oder Deko eignen. Ich experimentierte. Ich trennte auf. Oft. Sehr oft.
Und dann passierte es irgendwann:
Ich entwarf meinen ersten eigenen Pullover.
Der Étoile Sweater – mein erstes Häkeldesign für Damen 💫
Jedes Design ein Stück meiner Geschichte. Jeder Fehler ein Baustein. Jeder Pullover eine Erinnerung daran, dass ich dieses Handwerk liebe – nicht weil alles sofort geklappt hat, sondern weil es nicht sofort geklappt hat.
Und wie geht’s weiter?
Ich weiß noch nicht genau, wohin der Weg führt. Vielleicht gebe ich Workshops. Vielleicht begleite ich Anfängerinnen bei ihrem ersten Pullover. Vielleicht entsteht etwas ganz anderes.
Aber eins weiß ich:
Ich möchte nicht „nur Häkelanleitungen verkaufen“. Ich möchte Frauen helfen, Kleidung zu machen, die sie wirklich tragen. Mit Stolz. Mit Wow-Effekt. Mit einer Passform, die nicht nur schön aussieht, sondern sich nach ihnen richtet – nicht umgekehrt.
Und wenn du mich auf diesem Weg begleiten willst, dann freue ich mich. Sehr sogar.
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Manche Garne machen deinen Häkelpullover tragbar – und andere solltest du lieber im Wollladen ruhen lassen
Ich erinnere mich noch genau an meine Anfänge beim Häkeln. Mein Bauch war rund und ich voller Vorfreude – in ein paar Monaten sollte mein Baby geboren werden 👶🏼.
Ich wollte endlich richtig häkeln lernen. Also kaufte ich mir voller Vorfreude ein Buch mit Anleitungen für Kinderkleidung. Die Bilder darin? Einfach bezaubernd. Kleine Häkelpullis in zarten Farben, weich und liebevoll fotografiert. Ich sah meine Tochter schon darin – eingekuschelt, selbstgemacht, perfekt.
Von Wolle hatte ich damals keine Ahnung. Ich wusste nicht, wie man die richtige Dicke auswählt, was „Lauflänge“ bedeutet oder warum manche Garne sich kratzig anfühlen. Aber eins war mir klar: Synthetik kommt mir nicht auf die Haut meines Babys. Ich selbst hatte in gekauften Acrylpullis immer geschwitzt – das wollte ich ihr ersparen.
Von Alpaka, Merino und Co. verstand ich so wenig wie ein Erstklässler, der noch glaubt, dass Lesen Zauberei ist. Also entschied ich mich für Baumwolle – atmungsaktiv und in zahlreichen Farben erhältlich.
Ich habe den Pulli meiner Tochter natürlich angezogen. Und wie das bei Kleinkindern so ist: Selbst der unförmigste Pullover sieht irgendwie süß aus.
Der Pulli war steif. Nicht schlimm genug, um ihn gar nicht zu tragen – aber auch nicht weich genug, um ihn wirklich zu lieben.
Heute weiß ich: Die Wahl der Wolle entscheidet, ob dein Häkelpulli dich umschmeichelt – oder im Schrank versauert.
In diesem Artikel zeige ich dir, woran du Garne erkennst, die einen schönen Fall haben – und welche du besser meiden solltest. Damit dein nächster Pullover nicht nur fertig wird, sondern auch getragen wird. Mit Stolz. Und mit Wow-Effekt.
Was bedeutet eigentlich „guter Fall“?
Der Begriff kommt nicht von ungefähr. Es geht ums Fallen, ganz wörtlich. Stell dir vor, du nimmst einen gehäkelten Schal, hältst ihn an einem Ende fest und lässt den Rest locker nach unten hängen.
Wäre der Fall wirklich richtig mies, dann würde der Schal fast schon stehen wie ein Brett. Klar, ganz so schlimm ist’s in der Realität nicht. Selbst ein steif gehäkelter Schal fällt irgendwie.
Aber du merkst den Unterschied sofort: Statt weich herunter zufließen, hängt er stockig und steif da, fast wie ein Untersetzer.
Und genau darum geht’s: Ein guter Fall fühlt sich fließend an: das Material schmiegt sich an, bewegt sich mit dir und erinnert eher an gestrickte oder gekaufte Kleidung.
Stell dir vor, du nimmst einen gehäkelten Schal, hältst ihn an einem Ende fest und lässt den Rest locker nach unten hängen. Ein Schal mit gutem Fall gleitet wie feiner Seidenstoff über deine Hand, legt sich sanft über deine Schultern und folgt jeder Bewegung – statt sich steif dagegenzustellen.
Also keine Topflappen-Optik (Topflappen dürfen steifer sein 😉), sondern absolut tragbar.
Und genau das entscheidet, ob dein Häkelstück tragbar wird – oder aussieht wie Deko
Garne, die einen guten Fall haben:
Garne mit gutem Fall haben meistens eins gemeinsam: eine gewisse Schwere. Genau diese Schwere sorgt dafür, dass das Material nach unten gezogen wird und weich fällt, statt steif vom Körper abzustehen.
Besonders fließend, und damit ideal für tragbare Häkelkleidung, sind zum Beispiel:
Alpaka
Viskose
Seide
→ Alle drei sind weich, hochwertig und fallen sehr schön, auch bei einfacheren Schnitten.
Auch gut geeignet, auch wenn es etwas mehr Struktur hat: Merinowolle
→ Sie hat nicht den fließenden Fall wie Seide oder Viskose, ist aber trotzdem angenehm tragbar und weich.
Ich habe das Muschel Tee gehäkelt. Ein luftiges Sommeroberteil im Muschelmuster, das nicht nur gut aussieht, sondern sich auch richtig gut trägt.
Der Schlüssel? Die richtige Wolle. Ich habe mich für ein Garn aus Viskose entschieden. Die ist schön weich, leicht und mit wunderschönem Fall. Und genau das hat den Unterschied gemacht: Das Shirt fließt, statt zu stehen. Es schmiegt sich an, statt zu kratzen.
Wenn du Lust hast, dein eigenes Muschel Tee zu häkeln, findest du die Anleitung in all meinen Verkaufsshops. Und vergiss nicht: Die Wolle entscheidet, ob dein Häkelstück tragbar wird – oder im Schrank bleibt.
Welche Garne du eher meiden solltest:
Nicht jedes Garn eignet sich für gehäkelte Kleidung, auch wenn es im Knäuel erst mal ganz hübsch aussieht. Spätestens an deinem Körper zeigt sich schnell, ob es tragbar ist oder nicht.
Manche Garne fühlen sich steif an, andere kratzen oder lassen dich schwitzen, als würdest du in einer Plastiktüte stecken. Kein schönes Tragegefühl. Und der selbst gehäkelte Pullover bleibt im Schrank liegen.
Was du besser meidest:
Standard-Baumwolle
→Wenig bis gar nicht elastisch, wirkt eher steif. Besonders, wenn fest gehäkelt wird. Nur bei einer sehr lockeren Häkelweise einigermaßen geeignet.
Billiges Acryl
→ ist nicht atmungsaktiv und sorgt für Hitzestau. Ich hab früher mal Acrylpullis getragen. Nie wieder.
→ In solchen Pullis war ich immer schnell geschwitzt. Deswegen rate ich sehr von reinen Acryl- Garnen ab. Ganz besonders im Alltag oder wenn du Kindern hinterherjagen muss 😂.
Synthetik allgemein
→ Manche Mikrofasern sind zwar als „atmungsaktiv“ bekannt, aber ich meide sie dennoch. Falls ich sie verwende, dann nur gezielt und in Mischgarnen. Reines Synthetikgarn kommt für mich nicht infrage. Mischgarne können beispielsweise bei Socken praktisch sein, und wenn es sich um Merinosockengarn handelt, eignet es sich auch gut für Pullover.
Tipp aus der Praxis
Ich empfehle dir, jede Maschenprobe nicht nur zu machen, um sie mit den Maßen aus der Anleitung zu vergleichen – sondern auch als „Fühlprobe“.
Halte die Maschenprobe an empfindliche Körperstellen, um zu testen, ob das Garn kratzt. Spüre, wie es sich anfühlt – weich, rau, angenehm?
Und prüfe den Fall des Garns: Lege die Maschenprobe über eine Tischkante. Fällt sie weich nach unten oder bleibt sie eher stehen? So erkennst du sofort, ob das Garn sich für Kleidung eignet oder eher steif wirkt.
Fazit
Die Wahl des Garns entscheidet, ob dein Pulli sich weich an deinen Körper schmiegt oder im Schrank versauert. Selbst eine gute Anleitung hilft nicht, wenn das Material sich unangenehm anfühlt oder steif fällt.
Also: Augen auf bei der Garnwahl.
✅ Checkliste: Garne für tragbare Häkelkleidung
💪🏼Gut geeignet:
✔ Alpaka
✔ Viskose
✔ Seide
✔ Merinowolle (gibt etwas mehr Struktur, aber tragbar)
✔ Hochwertige Baumwolle (z. B. Baby- oder Pima-Baumwolle, locker gehäkelt!)
⚠️ Mischgarne mit Synthetik – können okay sein, je nach Anteil
❌Lieber vermeiden (für Kleidung):
✘ Standard-Baumwolle (wenn fest gehäkelt)
✘ 100 % Acryl (nicht atmungsaktiv, du wirst schwitzen)
🧶 Mein Garn funktioniert nicht. – Und jetzt?
Keine Sorge – das heißt nicht, dass dein Garn wertlos ist. Ein Garn, das in der Maschenprobe steif, formlos oder kratzig wirkt, muss nicht gleich in die Tonne. Vielleicht passt es einfach nicht für diesen Pullover – aber dafür perfekt für ein Täschchen, ein Körbchen oder robuste Deko.
Was du mit Garnen machen kannst, die keinen guten Fall haben, erfährst du bald in einem eigenen Blogartikel: → „Zweites Leben für steifes Garn – Projekte für Materialien ohne weichen Fall“
Aber manchmal funktioniert es doch 😉 Denn es gibt Methoden, mit denen du scheinbar zu steifes Garn trotzdem für Pullover verwenden kannst. Der Fall hängt nämlich nicht nur von der Garnwahl ab – auch mit der richtigen Nadelgröße, Musterwahl oder Verarbeitung kannst du einiges rausholen.
Ob das dann wirklich für Kleidung reicht, erkläre ich dir ausführlich in einem der nächsten Blogartikel. → Bleib dran oder abonniere meinen Newsletter, damit du nichts verpasst!
👉 Und jetzt du: Hast du schon mal ein Kleidungsstück gehäkelt, das nie getragen wurde? Lag es am Garn? Erzähl’s mir gern in den Kommentaren – oder teil den Artikel mit jemandem, der auch gerne Kleidung häkelt, aber bei der Garnwahl noch unsicher ist.
Häkeln ohne Rätselraten und mit ganz viel Wow- Effekt✨
Du willst Häkelpullis, die nicht im Schrank versauern? Ich zeige dir, wie’s geht – mit Tipps, echten Erfahrungen und einem Blick hinter die Kulissen.
Fehler beim Häkelpullover vermeiden: 7 Gründe, warum er nicht passt
Ich könnte diesen Artikel nicht schreiben, wenn ich nicht selbst all diese Fehler bei Pullovern gemacht hätte. Heute zeige ich dir, wie du genau diese Fehler vermeidest – damit dein nächster Pullover wirklich passt. Nachdem ich eine Kinderdecke und ein paar kleine Sachen für meine Kinder gehäkelt hatte, wollte ich endlich mal etwas für mich häkeln- ein richtiges Kleidungsstück.
Und dann sah ich sie: eine wunderschöne kostenlose Anleitung für eine Jacke aus dünner Sockenwolle. Ich dachte nur: „Wow, die ist perfekt, die muss ich unbedingt nachhäkeln.“
Damals war ich überzeugt, dass mir Rot besonders gut steht – weil ich mir eingebildet hatte, ein „Herbsttyp“ zu sein. Tja, das war schon mein erster Fehler.
Der zweite folgte sofort: Ich hatte noch überhaupt keine Ahnung, wie man eine Passform richtig anpasst. Das Ergebnis? Oberarme, die viel zu voluminös geraten sind, und unter den Achseln ein Zuviel an Stoff, das Falten schlägt wie ein schlecht sitzendes Zelt.
Es war meine allererste Häkeljacke. Ich liebe sie trotzdem – und zu Hause trage ich sie immer noch als meine „Wohlfühl-Jacke“. Aber ganz ehrlich? Unter Leute würde ich mich damit nicht trauen.
Und ich weiß: So geht es vielen. Du wählst eine Farbe, die im Garnladen glitzert und verlockend aussieht, aber zuhause merkst du, dass sie dir überhaupt nicht steht. Oder du stellst beim ersten Anprobieren fest: Der Pulli sitzt wie eine Wurstpelle oder hängt schlaff herunter wie ein Kartoffelsack.
Wenn du Glück hast, landet das Stück noch als Kuschelteil auf dem Sofa. Oft aber verschwindet es frustriert im Kleiderschrank – zu schade zum Wegwerfen, zu peinlich zum Tragen.
Und das passiert nicht nur Anfängerinnen! Auch Menschen, die seit Jahren häkeln und schon zig Projekte geschafft haben, tappen immer wieder in dieselben Fallen. Viele glauben sogar: „Pullover können beim Häkeln gar nicht besser passen, das ist halt so.“
Aber das stimmt nicht. Es gibt Spielraum. Und auch wenn Häkeln nicht ganz so flexibel ist wie Stricken – du kannst unglaublich viel rausholen.
Genau deshalb möchte ich dir heute die 7 Hauptgründe zeigen, warum Häkelpullover oft nicht passen – und wie du diese Fehler vermeidest, damit dein nächster Pulli ein echtes Lieblingsteil wird.
Dein Körper ist keine Konfektionsgröße – miss an dir selbst!
Sag mal, wie machst du das? Wenn du eine neue Anleitung in der Hand hast? Fragst du dich: „Hm, mir passt doch immer Größe M – also nehme ich auch hier M, das wird schon passen?“ Oder schaust du auf den Brustumfang in der Anleitung? Denkst „Das ist mein Brustumfang! Das passt dann schon“, und häkelst einfach los?
Vielleicht folgst du auch dem Tipp, den viele Designerinnen geben: Du holst dir einen gut sitzenden Pullover aus dem Schrank, misst ihn aus, vergleichst die Werte mit der Anleitung – und legst los.
Klingt alles logisch, oder? Kann aber zum größten Fehler führen, den du machen kannst.
👉 Du musst deine Maße direkt an deinem Körper nehmen. Nicht an einem gekauften Pulli, nicht nur deinen Brustumfang, sondern an dir selbst alle wichtigen Maße.
Und du musst wissen, welche Maße wirklich wichtig sind. Ja, der Brustumfang ist wichtig – aber nur darauf zu achten reicht nicht. Damit wird dein Pullover zu einem Lotterie- Spiel: Meistens wird er nicht richtig passen.
Ich selbst hatte vor eine paar Jahren ein Aha-Erlebnis: In einem Forum habe ich eine Strickdesignerin (mit Erfahrung im Maßnehmen für den perfekten Pullover) befragt. Ich wollte von ihr wissen, ob es wirklich sein kann, dass meine Schultern Konfektionsgröße S haben, meine Brust aber M und meine Hüfte schließlich in Richtung L geht.
Und weißt du was? Sie hat geantwortet: „Ja, das ist sehr gut möglich“. Seitdem weiß ich: Mein Körper passt in keine Schablone. Und genau deshalb darf mein Häkelpulli auch nicht einfach „Größe M“ sein.
Blind der Anleitung vertrauen ist der Anfang vom Ende
Häkelst du einfach blind nach Anleitung? ❌ Großer Fehler.
Denn dein Körper hält sich nicht an die Größenlogik einer Designerin. Du musst genau schauen, an welcher Stelle du deine Größe wechselst – vielleicht fängst du mit S an den Schultern an, gehst über zu M an der Brust und landest bei L an den Hüften. Oder umgekehrt.
Und genau dafür brauchst du die Erkenntnisse aus Fehler Nr. 1: „Dein Körper ist keine Konfektionsgröße – miss an dir selbst!“.
Es reicht eben nicht, eine Anleitung stur „runterzuhäkeln“ wie ein Kochrezept. 👉 Du musst sie anpassen. Größen mischen, Übergänge planen, hier und da ein paar Maschen zu- oder abnehmen.
Klar, das klingt erst mal nach „Rumgedoktere“. Aber genau dieses Anpassen macht am Ende den Unterschied zwischen einem Pulli, der im Schrank versauert, und einem Pulli, den du voller Stolz trägst.
Und ich weiß: Das ist nichts für absolute Anfänger. Dafür solltest du schon wissen, wie man Zu- und Abnahmen häkelt – und keine Angst davor haben, auch mal eine Anleitung für dich umzuschreiben.
Wie geht’s dir damit? Wie gefällt dir der Gedanke? Schreib mir das in die Kommentare!
Maschenprobe ignoriert? Dann kannst du auch Lotto spielen.
Der schlimmste Fehler, den du machen kannst? ❌ Die Maschenprobe ignorieren.
Ich weiß, du denkst jetzt vielleicht „Das habe ich schon 1.000 Mal gehört!“ Es wird aber auch immer noch 1.000 Mal zu oft falsch gemacht. Deshalb ist die Maschenprobe in meinen Anleitungen immer wieder ein Thema. Und das hat einen guten Grund: Ohne Maschenprobe ist dein Pulli reine Glückssache.
Viele denken für die Maschenprobe reicht es: ein 10 cm×10 cm Stück zu häkeln, einmal kurz messen, fertig.
Was viele vergessen: 👉 Du musst die Probe waschen, trocknen und nochmal messen. 👉 Du solltest auch am wachsenden Häkelstück immer wieder nachmessen und kontrollieren, ob die Maße noch passen.
Die Wahrheit ist nämlich: Dein gesamter Pullover ist sonst am Ende eine große Maschenprobe. Merke dir das: Wenn du die kleine Maschenprobe ignorierst, dann wird dein Pulli automatisch zur großen Maschenprobe – mit all den bösen Überraschungen, die das mit sich bringt.
Ich könnte da jetzt noch genauer werden aber – das alles sprengt hier den Rahmen. Aber glaub mir: Das ist so wichtig, dass ich dazu noch einen eigenen Artikel schreiben werde.
Für dich hier und heute reicht die wichtigste Erkenntnis: 👉 Ohne Maschenprobe kannst du gleich Lotto spielen.
Falsches Garn = Pulli für die Tonne
Über die richtige Garn- Wahl habe ich schon einmal in einem Artikel zum Thema Kinderkleidung geschrieben – und vieles davon gilt genauso für Erwachsene. Deshalb hier eine kurze Zusammenfassung, worauf du achten solltest.
👉 Die richtige Garnstärke Das Garn sollte von der Stärke (Dicke) her zu deiner Anleitung passen. Klingt banal. Aber das ist in Deutschland gar nicht so einfach. Und ich werde dazu auch noch einen Blogartikel schreiben, damit es dir beim nächsten Mal einfacher fällt das richtige Garn zu finden.
👉 Das Tragegefühl Ein Garn, das kratzt oder in dem du sofort schwitzt, ist ein No-Go. Dein Pullover soll ein Wohlfühlteil werden – nicht ein Teil, das du nach zehn Minuten wieder ausziehst.
👉 Der Maschenproben-Test Ich kann dir aus eigener Erfahrung sagen: Schon in der Maschenprobe zeigt sich, ob ein Garn wirklich geeignet ist.
Ich erinnere mich noch genau an einen Pulli, den ich häkeln wollte. Mit der Wolle habe ich zwar die Maschenprobe „hinbekommen“. Die Zahlen haben also gestimmt. Aber das Ergebnis? Viel zu steif. Für einen Pullover, der schön fallen sollte, völlig ungeeignet.
Kurz gesagt: Es geht nicht nur darum, ob du die Maschenprobe irgendwie erreichst. Es geht darum, wie sich das Garn verhält. Ob es einen schönen Fall hat oder ob es dein Pulli später aussehen lässt wie eine Ritter- Rüstung🤣(ich weiß etwas übertrieben, aber ich fand den Vergleich einfach nur klasse) .
Wenn du tiefer einsteigen willst: Im oben verlinkten Kinderartikel findest du schon viele Tipps, und bald folgt noch ein ausführlicher Beitrag speziell zur Frage: Welches Garn eignet sich am besten für Pullover?
Zwischenanprobe? Ohne bist du aufgeschmissen.
„Diesen Fehler machen wahrscheinlich die wenigsten“, denkst du vielleicht. Aber auch eine Zwischenanprobe muss richtig gemacht werden. Ich habe es einmal nicht richtig gemacht 🥹. Den Pulli habe ich bis heute nicht getragen und schwanke zwischen „Ich ziehe ihn an – außer mir sieht das eh keiner“ und „Ich will es aber perfekt haben!“
Was habe ich bloß falsch gemacht? Ich habe den Pullover erst ganz zum Schluss gewaschen 🙈. Die schönen Brustabnäher saßen vorher perfekt, aber danach viel zu weit unten.
Deshalb: Denk daran, den Pullover zwischendurch während des Strick- oder Häkelprozesses zu waschen. So kannst du sicherstellen, dass die Passform auch nach dem Waschen noch perfekt bleibt.
Um die Passform während des Strick- und Häkelprozesses optimal zu überprüfen, empfehle ich Top-Down-Pullover und -Jacken. Diese Oberteile werden von oben nach unten gestrickt oder gehäkelt.
Schau dir dazu das Video von meinem Étoile Sweater auf Instagram an (Video wird noch veröffentlicht). Hier siehst du ein Vorher-Nachher von meinem Sternenmuster-Pullover. Hättest du das gedacht?
Waschen verändert ALLES – auch deine Maschenprobe.
Dass es Sinn macht, den Pullover zu waschen, weil sich das Garn durchs Waschen verändert, habe ich dir bereits erklärt. Aber Waschen ist nicht nur während der Entstehung deines Pullovers sinnvoll, sondern schon viel früher.
Ob du das passende Garn und die richtige Häkelnadel gewählt hast, zeigt dir deine Maschenprobe. Vergiss nicht, die Maschenprobe ebenfalls zu waschen.
Manchmal merkst du, dass das Garn überhaupt nicht zur Anleitung passt.
Außerdem empfehle ich, die Maschenprobe vor und nach dem Waschen auszumessen. Notiere beide Werte und halte sie griffbereit, während du deinen Pullover häkelst oder strickst.
Denn es kann passieren, dass dein Pullover plötzlich eine andere Maschenanzahl pro Zentimeter und Reihe aufweist. Das fällt dir jedoch nur auf, wenn du deine Maschenprobe schon vor dem Waschen ausgemessen hast.
Und damit dein Pullover trotz korrekter Maschenprobe perfekt sitzt, solltest du immer deinen ungewaschenen Pullover mit der ungewaschenen Maschenprobe abgleichen.
Du musst wissen, welche Körperform du hast
Jetzt kommt ein Fehler, den selbst viele Strick- und Häkelexperten machen. Doch du kannst ihnen keinen Vorwurf machen, denn in der deutschen Literatur über Stricken und Häkeln wird dieses Thema nur am Rande behandelt.
Meist wird in Frauenzeitschriften darüber geschrieben, ob du Typ Apfel oder Birne bist. Oder hast du gar eine A oder H- Form?
Das ist alles nicht ganz unwichtig, wenn es um die beste Passform für deinen Pullover geht. Aber noch wichtiger sind deine Schultern.
Welche Silhouette bildet deine Schulter?
Hast du eine schräge Schulter?
Hast du eine gerade Schulter?
Wenn du eine schräge Schulter hast und eine Anleitung für eine gerade Schulter nachhäkelst, wird sie dir nicht richtig passen. Das kann dazu führen, dass sich unter den Achseln zu viel Stoff sammelt. Eine Followerin schrieb mir dazu: „Ich bin manchmal unzufrieden mit den Ärmeln unter den Achseln, weil sie oft zu dick sind. Allerdings ist das bei deinen Anleitungen nicht der Fall.“
Wenn sie das hier liest, hat sie vielleicht herausgefunden, warum manche Pullover ihr nicht passen.
Alle anderen Formen wie A, H, Birne oder Apfel kannst du anhand deiner Körpermaße bestimmen. Soll ich zu diesen Figurtypen einen weiteren Blogartikel verfassen?
Fazit: Dein Häkelpullover kann passen – richtig gut sogar!
Alle 7 Fehler, die ich dir gezeigt habe, sind absolut vermeidbar. Und das Beste? Du musst dafür keine Profi-Designerin sein. Mit ein wenig mehr Wissen darüber, worauf es beim Maßnehmen ankommt, der richtigen Garnwahl und der Anpassung der Anleitung entsteht ein Pullover, der nicht nur perfekt sitzt, sondern den du auch wirklich gerne trägst.
Denn ein gut sitzender Häkelpullover ist kein Hexenwerk. Es ist einfach das Ergebnis von ein paar klugen Entscheidungen und dem Mut, deine eigene Körperform ernst zu nehmen. Du verdienst ein Kleidungsstück, das dich nicht nur wärmt, sondern auch stolz macht.
Wie ich dir helfen kann
Du willst wissen, wie du deine Maße richtig nimmst – Schritt für Schritt, ohne Rätselraten? Dann trag dich in meinen Newsletter ein!
Dort erfährst du als Erste*r, wann mein Mini-Kurs zum Maßnehmen verfügbar ist.
Wichtig: In diesem Kurs lernst du nur, wie du deine Körpermaße richtig erfasst – wir häkeln noch keinen Pullover. Aber mit diesem Wissen bist du perfekt vorbereitet für alles, was danach kommt.
Ein größerer Kurs, in dem wir gemeinsam einen Pullover häkeln, ist schon in Planung.
Ich schreibe hier bewusst Ziele, da eine To-Do- Liste sehr nach Arbeit klingt. Besser ist der Begriff „To- Want- Liste“: Eine solche Liste soll motivieren und eben nicht nach Arbeit klingen. Judith Peters hat in ihrem Blogartikel zum 12-Wochen-Jahr sehr schön beschrieben, wie eine To- Want- Liste uns helfen kann die Ziele nicht aus den Augen zu verlieren. Natürlich mit dem Ziel diese letztendlich auch zu erreichen.
Ich habe mir vorgenommen, die folgenden Ziele bis zum 31. Dezember 2025 zu verwirklichen.
Ich lese bis Ende Dezember das Buteyko-Buch vollständig und arbeite mich bis zum Übungsteil vor. Danach möchte ich mit den ersten täglichen Atemübungen (ca. 5–10 Minuten) starten, um die Methode praktisch anzuwenden. Die Buteyko- Methode ist eine Atemmethode, wo man bewusst weniger zu atmet, um den CO₂-Gehalt im Blut zu regulieren und die Atemwege zu erweitern. Der Grund dafür ist, das ich mir davon erhoffe, das meine Allergieprobleme weniger werden und ich besser Luft durch die Nase bekomme. Außerdem bin ich gespannt, welche weiteren positiven Auswirkungen diese Atemtechnik auf meinen Alltag haben wird.✅ Habe ich halbwegs geschafft 💪🏻
Die wichtigsten Figuren in meiner Weihnachtskrippe sind fertig gehäkelt. Ich schleiche schon eine ganz Weile um die Weihnachtskrippe von Gründl rum und dieses Jahr habe ich sie mir gegönnt💪🏼. Mein größter Ansporn ist, dass in unserem Ort jedes Jahr der Krippenweg stattfindet und unsere alte Krippe bald keinen Halt mehr hat. Der Baumstumpf wird langsam, aber sicher morsch. Schau dir das Bild dazu an: Die Krippe besteht aus Figuren, die auf einem alten Baumstumpf stehen. ❌Nur das Schäfchen ist fertig und der Esel fast. Aber ich habe ja fast ein Jahr Zeit das noch zu ändern 💪🏻
Ich möchte mit der deutschen Version von der Anleitung zum Étoile Sweater fertig sein💪🏼. ❌ Leider nicht geschafft- aber weiter dran gearbeitet.
Mindestens eine Liegestütze machen können, ist ein Wunschtraum von mir. ❌Das schaffe ich noch nicht.
Ich möchte endlich durchhalten und mindestens 2 Mal die Woche Hanteltraining machen.✅ Das hat meistens geklappt💪🏻
Jeden Morgen den „Sonnengruß“ vom Yoga machen um fitter in den Tag zu starten. Mein niedriger Blutdruck macht es mir oft nicht einfach wach und motiviert in den Altag zu starten.✅ Das hat meistens geklappt💪🏻
Ein kleines Stück, vielleicht einen Topflappen, in Faire Isle stricken. Ich möchte diese Technik endlich gerne beherrschen können. Vor Jahren habe ich es mal probiert und wollte ein Weste für meinen Sohn stricken. Leider war das Ergebnis nicht vorzeigbar. ❌Leider keine Zeit dafür gefunden- aber der Wunsch bleibt.
Neue Botties häkeln- schöne warme Hausschuhe. Ich habe mir die Häkelschuhe von Wilma Westenberg „Crochet Hugg Botties“ vorgenommen. Material ist schon gekauft. Jetzt brauche ich nur noch Zeit zum Loslegen!🎉❌Leider keine Zeit dafür gefunden- aber der Wunsch bleibt.
Den Schrank für die Weihnachtskrippe abräumen✅. Aktuell sieht er noch so aus:
Am 29.11.2025 ist es dann passiert, gerade noch rechtzeitig vor dem 1. Dezember, wenn das erste Türchen geöffnet werden soll:
Meinen Kleiderschrank ausmisten. Das habe ich schon mindestens 2 Jahre nicht gemacht und ich könnte da mal wieder etwas mehr Ordnung drin haben.❌ Das hat leider nicht geklappt.
Ich finde es eine tolle Idee, dass auch meine Kinder eine Ziele-Liste (To-Want-Liste) für die letzten drei Monate erstellen. Jetzt sind Herbstferien, und zum einen hilft es gegen die Langeweile, die immer auftaucht, sobald die Hektik des Schulalltags wegfällt. So eine Liste ist wirklich perfekt, um dieses Loch zu füllen, das sich in jeder Ferienzeit breit macht. ✅/❌ nicht ganz. Mein Sohn hatte eine Liste erstellt…
Maronen essen. Ich habe es in meiner Kindheit geliebt mit Oma auf den Fuldaer Weihnachtsmarkt zu gehen. Da war immer einer, der warme Maronen verkauft hat. Und meine Oma hat mir immer welche gekauft. Als Jugendliche habe ich mir diese dann selbst zu Hause warm gemacht und habe es geliebt. Jetzt mit Kinder ist vor ein paar Jahren das unterfangen schief gegangen. Ich dachte die Maronen wären viel länger haltbar und als ich sie warm gemacht habe, waren die ersten schon schlecht und ungenießbar. Das möchte ich gerne dieses Jahr nachholen.✅
Am 17.10 war es soweit und wir haben lecker Maronen gegessen:
Mit meinen Kindern wieder den Fuldaer Weihnachtsmarkt erleben.✅
Am Fuldaer Weihnachtsmarkt 2025Mit der Familie am Weihnachtsmarkt
Wieder mehr Podcasts auf YouTube veröffentlichen. Bisher habe ich noch keine richtige Routine dazu gefunden. Und mein großes Ziel wäre es 1 Mal die Woche einen Podcast von 15- 20 min online zu stellen. Aber ohne viel schnickschnack. Wenn ich dann noch Schneiden muss und Tra la la halte ich das eh nicht durch. ❌Keine Zeit gefunden. In nächste Zeit wird das auch nichts, da sich meine Prioritäten verschoben haben.
Frauen unterstützen besser sitzende Pullover zu häkeln. Nicht nur ganz gut, sondern besser als gekauft. Dazu gibt es auch schon die ersten Blogartikel unter der Kategorie Den perfekten Pullover häkeln.✅
Bis zum Ende des Jahres habe ich eine schöne Startseite auf meinem Blog. ❌ Das hat noch nicht geklappt. Vielleicht schreibe ich auch erst meine Über- Mich- Seite.
Mindestens 10 Blogartikel veröffentlichen.✅
Ich bin DIE Expertin für das Thema Häkelpullover, die richtig gut passen. Deshalb werde ich bis zum 31. Dezember 2025 einen ersten Mini- Kurs dazu erstellen!❌Das wird noch dauern. Andere Dinge sind im Moment wichtiger. Aber es wird einen Kurs in 2026 geben- wann? Weiß noch nicht.
Willst du bis Silvester auch endlich Wissen wie du Pullover häkeln kannst, die DIR perfekt passen?
Dazu gibt es bereits ein paar Artikel hier: Den perfekten Pullover häkeln. Und es werden bis Ende des Jahres noch weitere dazu kommen. Willst du keinen dieser Artikel verpassen, melde dich zu meinem Newsletter an. Meine Abonnenten erfahren immer als erstes, wenn es einen neuen Blogartikel gibt.
Als ich mit dem Häkeln angefangen habe, wollte ich einfach nur einen Pullover häkeln. Einen ganz normalen. So einen, den man über den Kopf zieht, der an den Ärmeln sitzt und schön warm hält. Ich dachte, Pullover sind halt… Pullover. Mal mit V-Ausschnitt, mal mit Rollkragen – klar, das kannte ich. Aber dass es ganz unterschiedliche Grundformen gibt? Keine Ahnung. Ich war völlig ahnungslos.
Mein erster Versuch war ein T-förmiger Pullover für meine Kinder. Total simpel: ein Schlitz oben, ein Knopf, damit der Kopf durchpasst – fertig. Ich wusste es ja nicht besser. Und irgendwie war das auch okay. Der Pullover war warm, sah niedlich aus, und ich war stolz.
Dann wollte ich meine erste Jacke häkeln. Ich dachte: „Größe M passt mir, also häkle ich Größe M.“ Klingt logisch, oder? Aber nur weil ich sonst Größe M trage, heißt das nicht, dass die Jacke auch perfekt sitzt. Sie war kein T-Schnitt mehr, sondern ein Raglan-Modell – und ich liebe sie bis heute. Auch wenn die Ärmel viel zu weit sind und ich bei der Farbe total danebenlag (Rot steht mir einfach nicht, aber hey, man lernt dazu). Trotzdem trage ich sie zu Hause, weil sie meine erste richtige Jacke war.
Ein Pullover ist eben nicht einfach nur ein Pullover!
Kurz gesagt: Ein Pullover ist eben nicht einfach nur ein Pullover. Es gibt so viele verschiedene Formen. Und nicht jede passt zu jedem Körper. Manche betonen Stellen, die man lieber kaschieren würde. Andere sitzen perfekt, weil sie genau auf eine bestimmte Körperform abgestimmt sind.
In diesem Artikel zeige ich euch die wichtigsten Pulloverarten, die man häkeln kann. Ich erkläre euch ganz kurz, wie sie aufgebaut sind, und habe euch kleine Skizzen dazu gemacht – damit ihr euch besser vorstellen könnt, wie sie am Körper wirken. Natürlich ist das nur eine grobe Orientierung, denn wir sind alle unterschiedlich: manche von uns haben eher eine H-Form wieder andere sind der Typ Sanduhr. Vielleicht habt ihr davon schon gehört?
Also: Lasst euch inspirieren, schaut euch die Formen an, und findet heraus, welcher Pullover zu euch passt. Die Details, Vor- und Nachteile kommen später. Heute geht’s erstmal um den Überblick. Und glaubt mir: Es lohnt sich, da genauer hinzuschauen.
T-förmiger Pullover – der einfachste Einstieg ins Pullover-Häkeln
In meinem letzten Blogartikel habe ich diese T- Pullover schon etwas genauer beleuchtet.
Lasst uns ganz vorne anfangen. Wenn du noch nie einen Pullover gehäkelt hast und einfach mal loslegen willst, dann ist die T-Form dein bester Freund. Wirklich – einfacher geht’s nicht.
Die T-Form besteht aus zwei identischen, T-förmigen Teilen: ein Teil für den Rücken und ein Teil für die Vorderseite. Die werden dann an den Schultern und an den Seiten zusammengenäht. Fertig. Kein Schnickschnack, keine komplizierten Techniken. Einfach nur gerade Linien und ein Schlitz oben für den Kopf.
Diese Pulloverform ist ideal, wenn du gerade erst ins Häkeln von Kleidung einsteigst. Du brauchst keine Ahnung von Zunahmen, Abnahmen oder verkürzten Reihen. Du musst nicht wissen, wie man Rundungen formt oder eine Passform konstruiert. Du häkelst einfach geradeaus – und am Ende hältst du ein einigermaßen tragbares Oberteil in den Händen.
Wenn du aber bereits weißt, wie Zu- und Abnahmen gehäkelt werden, lohnt sich eine gut durchdachte Anleitung – wie die, die du bei mir findest. Schritt für Schritt erklärt, mit Foto- und Video-Tutorials an den kniffligen Stellen, damit du wirklich sicher durchkommst. Und bald kommt auch eine anfängerfreundliche Anleitung für eine Rundpasse dazu, die ich hier natürlich verlinken werde, sobald sie fertig ist.
Die T-Form ist vor allem spannend für alle, die selbst kreativ werden wollen. Wenn du Lust hast, eigene Schnitte zu entwerfen oder einfach mal ausprobieren möchtest, wie Kleidung entsteht – dann ist das hier dein perfekter Startpunkt.
Ich habe dir eine kleine Skizze daneben gepackt, damit du dir vorstellen kannst, wie das Ganze am Körper aussieht. Und wenn du deinen allerersten Pullover häkeln willst: Mit der T-Form bist du schnell durch, brauchst kaum Maße und kannst dich ganz entspannt an die Grundlagen herantasten, ohne gleich in Technik-Chaos zu versinken.
So, und jetzt geht’s weiter, denn es gibt noch viele andere Formen, die deutlich spannender sind. Aber die T-Form? Die ist die Basis.
Pullover mit überschnittener Schulter
Und jetzt kommt die zweite Variante, die im Englischen oft als „drop shouldered sweater“ bezeichnet wird. Im Grunde ist das auch ein Pullover in T-Form – nur etwas anders zusammengesetzt.
Dieser Pullover besteht allerdings aus 4 Teilen- nicht nur aus 2 Teilen:
ein Rechteck für das Rückenteil,
ein identisches Rechteck für das Vorderteil,
und zwei gleich großen Rechtecken für die Ärmel.
Diese Teile werden einfach zusammengenäht: oben an den Schultern und seitlich unter den Armen. Fertig.
Du häkelst dazu einfach nur Hin- und Rückreihen, ohne Zu- oder Abnahmen, setzt die 4 Teile zusammen – und hast ein tragbares Kleidungsstück.
Was diesen Pullover besonders macht: Die Schultern sind gerade. Also wirklich gerade. Da gibt’s keine Schräge, einfach eine Linie von Ärmel zu Ärmel. Das sieht ein bisschen so aus, als wäre der Pullover für jemanden gemacht, der den ganzen Tag mit ausgestreckten Armen herumläuft. 😄
Noch ein paar typische Merkmale des Pullovers mit überschnittener Schulter:
Der Halsausschnitt ist vorne und hinten gleich: Du musst also nicht überlegen, wo vorne oder hinten ist.
Brust und Hüfte haben die gleiche Breite : Der Pullover ist oben genauso weit wie unten.
Die Schultern haben keine Neigung: sie verlaufen flach und gerade.
Das macht den Schnitt super einfach, aber auch kastig. Viele Designer*innen starten mit genau dieser Form, weil sie so unkompliziert ist. Und manche bleiben sogar dabei, weil sie sich kreativ austoben können, ohne sich mit komplizierten Berechnungen herum schlagen zu müssen.
Wenn du also Lust hast, einen Pullover zu häkeln, der dich nicht mit Zu- und Abnahmen überfordert: dann ist der ‚Pullover mit überschnittener Schulter‘ eine tolle nächste Stufe nach der T-Form. Nachteil ist, das du die Einzelteile zusammen nähen musst.
Ein Pullover-Typ, der komplett ohne Zusammennähen auskommt, stelle ich dir als nächstes vor…
Raglan-Pullover
Wenn du schon ein bisschen mit Pulloverformen experimentiert hast, wirst du früher oder später über den Begriff „Raglan“ stolpern. Klingt erstmal wie ein ausgedachter Name. Tatsächlich gibt es aber eine spannende Geschichte zu diesem Schnitt.
Was ist ein Raglan?
Ein Raglan ist ein locker sitzendes Kleidungsstück mit schrägen Schulterlinien, bei dem die Ärmel in einem Stück bis zum Halsausschnitt reichen. Das heißt: Keine klassischen Schulternähte, sondern eine durchgehende Linie von der Achsel bis zum Hals. Dadurch entsteht eine ganz eigene Form und vor allem: viel Bewegungsfreiheit.
Es gibt zwei verschiedene Typen von Raglan- Pullovern:
Klassischer Raglan
Die Linien verlaufen gerade von oben nach unten.
Angepasster / Compound Raglan
Die Linien sind in Stufen gegliedert, wodurch die Form an Schultern und Brust angepasst wird.
Kennst du diese Pulloverform schon? Oder hast du vielleicht selbst schon einen Raglan gehäkelt?
Pullover mit Rundpasse
Ja, die Rundpasse. Das ist wirklich mein absoluter Lieblingspullover-Typ! Ich liebe sie einfach. Sie ist nicht so simpel wie die T-Form. Bei der Rundpasse muss ich rechnen, planen, Zunahmen verteilen. Aber genau das macht sie so faszinierend. Sie hat diesen Wow-Effekt, dieses „Oh mein Gott, wie schön ist das bitte?!“
Im Gegensatz zur T-Form, die einfach gerade verläuft, und zum Raglan mit vier Zunahmepunkten, wird die Rundpasse rund um den Halsausschnitt geformt: Mit vielen kleinen, gleichmäßig verteilten Zunahmen. So entsteht ein sanfter, runder Ausschnitt. Es entsteht ein Kreis der immer breiter wird, bis genug Maschen für Ärmel und Brust vorhanden sind.
Das Besondere an einer Rundpasse:
Die Rundpasse wird nahtlos gearbeitet und kann, wenn du alles gut ausgemessen und berechnet hast, richtig perfekt sitzen. Die T-Form schafft das nie, da fehlt einfach die Formgebung. Und ja, das Verteilen der Zunahmen ist manchmal knifflig. Aber genau das liebe ich daran 💪🏼.
Ich arbeite meine Rundpassen übrigens lieber von oben nach unten: o habe ich die Passform besser im Griff und kann ihn zwischendurch anprobieren den Pullover. Und psst: Eine anfängerfreundliche Version ohne großes Muster(Nur aus einfachen Maschen wie halben Stäbchen oder festen Maschen) ist schon in Planung. Die wird richtig schön: Versprochen!
Pullover mit eingesetzten Ärmeln
Pullover mit eingesetzten Ärmeln unterscheiden sich deutlich von Raglan- oder T-förmigen Pullovern. Der entscheidende Unterschied liegt in der Schulterschrägung und der Armkugel.
Bei eingesetzten Ärmeln wird der Körper separat vom Ärmel gearbeitet. Der Ärmel erhält oben eine rund geformte Kugel, die exakt ins Armloch passt.
Dadurch entsteht eine anatomisch korrekte Schulterlinie, die sich dem Körper viel besser anpasst als die gerade Linien bei T-Form oder Raglan.
Das Ergebnis ist eine außergewöhnlich gute Passform, wie du sie vielleicht von hochwertigen Kaufpullovern kennst.
Diese Konstruktion ist design- technisch anspruchsvoller, aber ideal für alle, die Wert auf einen guten Sitz und maßgeschneiderter Look legen.
Ich selbst habe mich häkeltechnisch noch nicht an diesen Typ gewagt, aber er steht definitiv auf meiner Liste. Aktuell liegt mein Fokus auf Rundpasse- und Raglan-Pullovern. Aber irgendwann kommt auch der eingesetzte Ärmel dran.
Pullover mit Sattelschulter
Die Sattelschulter ist für mich eine richtig interessante Konstruktion. Sie besteht aus einem länglichen Schulterstreifen, der Vorder- und Rückenteil verbindet. Die Ärmel setzen seitlich an diesem Streifen an. Dieser Streifen kann (aber muss nicht) sogar schon Teil des Ärmels sein und wird einfach weitergeführt. Das ergibt eine schöne, betonte Schulterpartie, die sich super für Muster eignet. Ich liebe diesen Effekt!
Was die Sattelschulter besonders macht: Sie kombiniert Eigenschaften anderer Pullovertypen.
So könnte ich beispielsweise einen T-Pullover so umbauen, das dieser auch eine Sattelschulter bekommt.
Im Gegensatz zur Rundpasse, die rund um den Hals zugenommen wird, bleibt die Sattelschulter kantiger und geradliniger. Aus einer Rundpasse lässt sich kein Sattelschulter- Pullover machen.
Mit der Sattelschulter lässt sich also so mancher Pullover- Typ noch verändern.
Damit ihr euch diese Konstruktion besser vorstellen könnt, habe ich euch zwei Strickanleitungen rausgesucht, die die Sattelschulter richtig schön zeigen:
Leider gibt’s im Häkelbereich kaum Anleitungen dazu. Ich finde: Das schreit förmlich nach einem neuen Projekt. Und ja, ich denke schon darüber nach, wie man das häkeltechnisch umsetzen könnte. Die Idee ist da: Jetzt fehlt nur noch die Zeit 😅.
Sonderformen und Varianten
Es gibt aber noch viel mehr Pullover- Typen. Ich liste euch nur mal kurz ein paar davon auf und verlinke euch eine Beispiel- Anleitung:
👉 Damit hast du einen Überblick über die wichtigsten Grundformen und einige Varianten. Jede dieser Konstruktionen hat ihren eigenen Reiz . Von mir wird es zu den wichtigsten Pullover- Typen einen weiteren Artikel geben. Dort erfährst, was die Vor- und Nachteile der verschiedenen Typen ist und wem welcher Pullover besonders gut steht.
✨ Bleib unbedingt dabei!
👉 Trag dich jetzt in meinen Newsletterein, dann erfährst du sofort, wenn die nächsten Artikel online gehen. So verpasst du keine Tipps, keine Tricks und keine neuen Pulloverideen.
Und wenn du Lust auf noch mehr Inspiration hast: Auf Instagramund YouTubefindest du ergänzende Inhalte, kleine Einblicke hinter die Kulissen und praktische Tipps direkt in Aktion. Schau gern vorbei – ich freu mich, wenn wir uns dort wiedersehen! 💪🏼✨
Viele Häkler*innen häkeln begeistert ihren ersten Pullover und dann wird er kaum getragen. Warum? Weil er nicht richtig passt. Weil er nicht richtig sitzt. Weil er nicht zu dir passt.
Ein Pin von mir auf Pinterest zum Thema „Pullover passend häkeln“ läuft gerade wie verrückt. Das zeigt mir ganz klar: Da haben viele ein Problem mit. Vielleicht weißt du einfach nicht woran es liegt, dass dein selbstgehäkelter Pullover eher wie ein kunstvoll verzierter Sack wirkt. Dabei wünschst du dir nichts sehnlicher als ein Kleidungsstück, das du mit Stolz tragen kannst💪🏼.
Sackartiger Pulli
Das Grundproblem: Dein Körper hat keine T- Form
Ich liebe maßgeschneiderte gehäkelte oder gestrickte Pullover. Doch immer wieder stoße ich auf kostenlose (Video-)Anleitungen, bei denen die Pullover alles andere als körpergerecht geformt sind. Meist werden sie in der simplen T-Form gehäkelt: Man häkelt zwei große und zwei kleine Rechtecke, näht die großen Rechtecke für den Körper zusammen und fügt die kleinen als Ärmel hinzu. Das klingt zwar einfach, ist für mich jedoch ein absolutes No-Go – es sei denn, man möchte lediglich einen Kuschelpullover für zu Hause. Schließlich hat unser Körper nun mal nicht die Form eines Ts!
Was genau macht die T-Form so unvorteilhaft?
Unter den Armen zu viel Stoff → es schlackert und wirkt unförmig.
Häkelst du nach Brustweite, spannt es an der Hüfte.
Häkelst du nach Hüftweite, hängt es oben wie ein Sack.
Am Ende bleibt die „Zelt-Optik“ – deine Figur verschwindet völlig.
Für mich ist es der Sinn und Zweck, beim Häkeln eines Pullovers, dass dieser am Ende perfekt zu mir passt. Wenn ich Zeit und Energie in ein solches Projekt investiere, dann möchte ich mich im fertigen Häkelpullover rundum wohlfühlen. Beim Ausgehen soll er meine vorteilhaften Körperformen betonen und die weniger vorteilhaften charmant kaschieren – aber keinesfalls wie ein Zelt wirken.
Warum sind dann Rechteck- oder T- Pullover so beliebt?
Ja, wenn diese Modelle so unpraktisch sind, warum sind sie dann überall präsent?
Kostenloses zieht immer die Aufmerksamkeit auf sich! Viele Video-Kanäle nutzen diesen Effekt geschickt, indem sie jede Woche eine neue, kostenlose Anleitung veröffentlichen und so ihre Follower begeistern.
Einfachheit hat ihren Reiz. Keine komplizierten Zunahmen, keine anspruchsvollen Berechnungen, nur das beruhigende, monotone Rechteck-Häkeln.
Schnelle Erfolgserlebnisse. „Wow, ich habe meinen ersten Pullover gehäkelt!“ – auch wenn er später ungetragen im Schrank liegen bleibt.
Aber: Diese Einfachheit hat ihren Preis. Am Ende verlierst du Zeit, Wolle und Motivation, wenn du ein Oberteil häkelst, das dir nicht gefällt und das du nicht tragen möchtest.
Anfänger*innen brauchen gute Anleitungen – keine unförmigen Pullover
Ich finde, auch Anfänger*innen sollten von Anfang an mit einer hochwertigen Anleitung arbeiten. Natürlich häkelt niemand beim ersten Versuch einen perfekt sitzenden Pullover. Aber eine gut strukturierte und durchdachte Anleitung kann bereits enorm helfen und viele Frustmomente vermeiden.
Mit einer guten Anleitung sitzt der Pullover mindestens genauso perfekt wie ein gekaufter – wenn nicht sogar besser.
Du investierst Zeit und Geld in ein Kleidungsstück, das du gerne trägst – anstatt es frustriert im Schrank verschwinden zu lassen.
Ich entwerfe klare und verständliche Anleitungen, die ohne Rätselraten auskommen und durch anschauliche Video- und Foto-Tutorials ergänzt werden. Bislang sind meine Häkelanleitungen jedoch eher für Fortgeschrittene geeignet. Deshalb überlege ich, eine einfache Häkelanleitung für einen Pullover speziell für Anfängerinnen zu erstellen.
👉 Was denkst du darüber? Würde dich das interessieren? Hinterlasse mir gerne einen Kommentar!
Vorschau der ersten 6 Seiten meiner Anleitung für den Lace Muschel Bolero
Schluss mit Schrank-Leichen: Häkle einen Pullover, der dich wirklich zum Strahlen bringt
Du möchtest keinen Pullover häkeln, der am Ende nur ungenutzt im Schrank liegt. Du willst ein Lieblingsstück schaffen, das du voller Stolz tragen kannst. Genau darin liegt das Geheimnis: Wenn du Zeit, Energie und Wolle investierst, dann verdient dein Projekt mehr, als unbeachtet im Dunkeln deines Kleiderschranks zu verschwinden.
Hand aufs Herz: Niemand hat die Form eines „T“, und deshalb wird dir diese Pulloverform einfach nicht richtig stehen. Dein erster selbstgehäkelter Pullover sollte kein Frust-Erlebnis werden, sondern ein echter Wow-Moment! Daher ist es absolut entscheidend, dass dein Pullover von Anfang an perfekt zu deiner Körperform passt.
✨ Und jetzt kommt der spannende Teil: In meinem nächsten Blogartikel bekommst du einen Überblick über die wichtigsten Pulloverformen. Jede dieser Formen bringt eigene Vor- und Nachteile mit sich, je nachdem, wie sie sich an deinen Körper anschmiegen oder ihn eher unvorteilhaft betonen.
In den kommenden Wochen werde ich jede dieser Pulloverformen einzeln vorstellen und detailliert erklären, wie sie funktioniert und für welche Figur sie besonders gut geeignet ist.
Wenn du wissen möchtest, welche Schnitte deinem Körper am besten schmeicheln und wie du dein Häkelprojekt perfekt auf dich abstimmen kannst, dann solltest du unbedingt dranbleiben: Diese Serie wird dein Häkel-Game revolutionieren!
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Zusammenfassung
T-Pullover sind simpel, aber wenig attraktiv.
Sie sind beliebt, weil sie gratis und einfach sind, aber das Ergebnis ist meist eine Schrank- Leiche.
Mit einer guten Anleitung kannst du auch als Anfängerin schon viel erreichen.
Ziel ist immer: ein Pullover, den du wirklich trägst, nicht ein Projekt, damit der Kleiderschrank gefüllt wird.
In den nächsten Artikeln erfährst du, welche Pullovertypen es gibt und wie du den richtigen für dich findest.
Selbstgemachte Geschenke häkeln & stricken: 5 Projekte, die bis Weihnachten fertig werden
Weihnachten kommt jedes Jahr immer viel schneller, als ich das glauben kann. Deshalb musste ich noch schnell für euch diesen Blogartikel schreiben. Denn noch ist genug Zeit, um wunderschöne, selbstgemachte Geschenke zu häkeln oder zu stricken. In diesem Artikel stelle ich dir fünf Projekte vor, die du jetzt – 2 bis 3 Monate vor Weihnachten – beginnen kannst und die garantiert rechtzeitig fertig werden. Manche eignen sich sogar noch als Last-Minute-Geschenk 1 bis 2 Wochen vor dem Fest.
Das Beste: Meine Anleitungen sind so aufgebaut, dass ich dich Schritt für Schritt an die Hand nehme; ganz ohne Rätselraten. Schwierige Stellen werden genau erklärt, oft habe ich da sogar mit Video-Tutorials vorgesorgt. So kannst du sicher sein, dass dein Projekt gelingt und am Ende für ein echtes Wow! unterm Weihnachtsbaum sorgt.
Mützen für die ganze Familie
Mützen sind für mich einfach die absoluten Häkelklassiker. Eines meiner ersten Häkelprojekte war eine Mütze aus dicker Wolle. Und noch heute finde ich sind Häkelmützen: schnell gehäkelt, praktisch und jeder braucht sie.
Für Kinder sind Motivmützen ein echtes Highlight: die Bagger-Mütze begeistert kleine Jungs.
Tipp: Mit ein wenig Übung kann eine Mütze in nur wenigen Abenden fertiggestellt werden. Ich benötige meistens 1–2 Wochen, um eine Mütze zu häkeln, da ich oft nur abends vor dem Fernseher Zeit dafür finde. Für mich sind gehäkelte Mützen das ideale Geschenk, selbst wenn die Zeit knapp ist.
Cowls & Loops – warm, praktisch und kinderfreundlich
Für mich sind Loops und Cowls nicht nur kuschelig, sondern auch ein kleines Alltagswunder, vor allem bei Kindern. Wenn du kleine Kinder hast, kennst das Drama: Sie wollen sich alleine anziehen, aber beim klassischen Schal endet das oft im Gejammer, weil er verrutscht, zu lang ist oder nicht richtig sitzt.
Einen Cowl (du kennst sie vielleicht auch als Schlauchschal oder Loop) finde ich hier die perfekte Lösung: Er wird einfach über den Kopf gezogen und fertig. Schon die Kleinsten können das ganz alleine und sind stolz, wenn es klappt. Und gleichzeitig bleibt der Hals zuverlässig warm, ohne dass Eltern ständig nachbessern müssen.
Der Sternen-Cowl (Loop): mit seinem besonderen Muster wirkt er elegant und macht auch als Geschenk für Erwachsene richtig was her.
Der gestrickte Cowl: super einfach, auch für Strickanfänger:innen geeignet, da du nur rechte und linke Maschen stricken können musst. Meine Cowl- Anleitung gehört zu meinen preislich günstigsten Anleitungen.
Die Elefanten-Latzhose – das Highlight für die Kleinsten
Ein besonderes Geschenk für Babys und Kleinkinder ist meine Elefanten-Latzhose. Diese gestrickte Hose ist eines meiner beliebtesten Designs und wurde bereits vielen Eltern geliebt.
Mitwachsende Bündchen und verstellbare Träger sorgen dafür, dass die Hose lange passt.
Es gibt drei Größen, die die ersten Jahre perfekt abdecken.
Alles sitzt zuverlässig, kein Rücken und kein Bauch bleiben frei – ideal nicht nur für den Winter.
Persönliche Anmerkung: Als meine Kinder klein waren, war diese Latzhose mein absoluter Favorit – praktisch, warm und dazu selbstgemacht. Ich musste mir keine Sorgen machen, dass die Hose rutscht oder der Pulli hochrutscht und der Rücken kalt wird.
Fazit
Das sind meine Empfehlungen für selbstgemachte Weihnachtsgeschenke, die jetzt noch rechtzeitig bis zum Fest fertig werden. Aus meiner Erfahrung kommen diese Projekte besonders gut an.
Wenn du abends ein bisschen Zeit findest, kannst du schon in wenigen Tagen ein Geschenk fertigstellen. Mützen sind zum Beispiel in 1- 2 Wochen gehäkelt, während größere Projekte wie die Latzhose mehr Zeit brauchen, dafür aber ein echtes Highlight sind.
Lesedauer 8 MinutenEin Pullover ist doch ein Pullover – oder? Als ich mit dem Häkeln angefangen habe, wollte ich einfach nur einen Pullover häkeln. Einen ganz…